Umweltschutz

Bochum: Vorwurf gegen Stadt-Mitarbeiter – ersetzen laufende Motoren den Stundenzettel?

Ersetzen laufende Motoren städtischer Fahrzeuge den Stundenzette? Die Stadt Bochum wehrt sich jetzt gegen Vorwürfe der Partei „Die Partei“.

Bochum – Stundenerfassung durch laufenden Motor – der Vorwurf, der von der Partei „Die Partei“ im Raum steht, wiegt schwer. Erfassen Mitarbeiter der Stadt Bochum ihre Arbeitszeit, in dem sie Fahrzeuge und Maschinen bei Stillstand laufen lassen?

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OberbürgermeisterThomas Eiskirch (SPD)
Regierende ParteienSPD, Grüne

Bochum: „Die Partei“ kritisiert städtische Mitarbeiter wegen laufender Motoren

„Sinngemäß diese Antwort bekommt man zumindest von unterschiedlichen Angestellten an unterschiedlichen Stellen in Bochum, wenn man danach fragt, warum der (laute) Motor denn laufen muss, obwohl gerade weder was getan wird, noch jemand zum Aufwärmen im Fahrzeug sitzt, noch das Navi ausgehen könnte“, schreibt „Die Partei“ in einer Anfrage an die Bochumer Stadtverwaltung.

Ob es keine Dienstanweisung gäbe, mit der laufende Motoren bei stillstehenden Maschinen und Fahrzeugen verhindert werden könnten, fragt sich „Die Partei“. Die Antwort der Stadt Bochum lässt nicht lange auf sich warten.

Stadt Bochum reagiert auf Kritik von „Die Partei“ wegen Umweltverschmutzung

„In Ausnahmefällen laufen Motoren von Maschinen und Fahrzeugen, ohne dass sie erkennbar Arbeit verrichten“, schreibt die Verwaltung auf die Anfrage. Das Personal sei in diesen Fällen „kurz abwesend“, etwa um Wegsperren zu öffnen oder störende Gegenstände zu beseitigen.

Die Bochumer Stadtverwaltung gibt aber unumwunden zu, dass der Ausstoß von Schall und Rauch durch den Einsatz von Maschinen und Fahrzeugen „mit der werktäglichen Arbeitsaufnahme der Beschäftigten beim Technischen Betrieb untrennbar verbunden“ sei.

Stadt Bochum will „Schall und Rauch“ auf „notwendiges Maß“ reduzieren

Außerdem heißt es in der Antwort der Bochumer Verwaltung: „Die genannten Tätigkeiten unterliegen zum einen internen Regelungen, beispielsweise zur Arbeitszeit.“ Zum anderen gäbe es externe Regelwerke für den Betrieb von Maschinen und Fahrzeugen, die zum Ziel hätten, Schall und Rauch auf ihr notwendiges Maß zu reduzieren.

Nichts als „Schall und Rauch“ aus dem Rathaus? Lassen Mitarbeiter der Stadt Bochum unnötig die Motoren laufen?

Was zunächst wie eine Lappalie klingt, ist nichts anderes als eine Ordnungswidrigkeit. Wer seinen Motor unnötig laufen lässt, kann laut Bußgeldkatalog mit einer Strafe von 80 Euro rechnen. Die Vorschrift hat vor allem umweltschützenden Charakter. Doch es gibt Ausnahmen, etwa für Taxifahrer, die ihr Fahrzeug im Winter wärmen wollen.

Bochum: Mitarbeiter sollen für Umwelt-Problematik sensibilisiert werden

Damit die Anfrage der Rats-Partei „Die Partei“ nicht nur als Schall und Rauch endet: Die Stadt Bochum will die Kritik der „Partei“ nun an die Beschäftigten der Technischen Betriebe weitergeben und „auf den Zusammenhang von Arbeit, Schall und Rauch hinweisen.“

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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