Behandlung von Leukämie

Sensation in der Krebs-Forschung: Experten aus Essen und Düsseldorf gelingt Durchbruch

Forscher aus NRW haben einen Mechanismus entdeckt, der sich positiv auf die Behandlung von Leukämie auswirken könnte. Krebs-Patienten haben damit eine bessere Chance, wieder gesund zu werden.

Essen/Düsseldorf - Die Diagnose Blutkrebs - auch Leukämie genannt - ist ein Schock. Forscher aus Nordrhein-Westfalen haben jetzt einen neuen Durchbruch in der Behandlung dieser Krankheit geschafft. Er dürfte Patienten eine neue Hoffnung im Kampf gegen den Krebs geben.

KrankheitLeukämie / Blutkrebs
SymptomeAuffällige Hautblässe, Schweres Krankheitsgefühl, Fieber, Blutungsneigung, u.a.
Diagnose durchBluttest, Blutbild

Behandlung von Leukämie: Forscher aus NRW schaffen Durchbruch

Aktuell erhält in Deutschland statistisch gesehen alle 15 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Es gibt die Möglichkeit einer langfristigen Heilung. Dazu müssen Erkrankte allerdings einen Spender finden, dessen Blutstammzellen transplantiert werden.

Erfolg im Kampf gegen die Leukämie gibt es aber nur, wenn die transplantierten Immunzellen vorrangig bösartige Krebszellen zerstören. Greifen sie auch gesundes Gewebe an, kann es zu schweren Komplikationen kommen.

Leukämie: Forscher aus NRW machen Hoffnung auf gute Heilungschancen

Es ist also wichtig, dass Immunzellen nach der Transplantation nur bösartige Krebszellen angreifen - und nicht zusätzlich noch andere Zellen. Und hier sind die Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Partnerstandort Essen/Düsseldorf zu neuen Erkenntnissen gekommen.

Sie fanden heraus, dass sich bestimmte Moleküle (Humane Leukozyten Antigene), die sich in Zellen von Erkrankten und Blutspendern befinden, zwar unterscheiden - aber möglichst ähnlich sein sollten. Diese Moleküle befinden sich auf der Zelloberfläche und signalisieren dem Immunsystem, welche Zellen angegriffen werden sollen.

Heilung von Leukämie: Wie Blutkrebs besser zu behandeln ist

Zudem wiesen die Forscher aus NRW nach, wie Immunzellen im Kampf gegen Krebs effektiver werden können - und zwar in dem ein Protein in den Zellen des an Leukämie Erkrankten ausgeschaltet wird.

„Auf der Basis dieser Erkenntnisse können neue Ansätze erforscht werden, um den Therapieerfolg der Blutstammzell-Transplantation weiter zu verbessern. Zudem helfen unsere Daten der Onkologie und Hämatologie, personalisierte Therapien zu entwickeln“, sagt Prof. Katharina Fleischhauer vom Institut für Zelltherapeutische Forschung und DKTK-Wissenschaftlerin.

Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift Blood publiziert worden. An ihr haben auch Forscher der Ruhr-Universität Bochum und dem Leiden University Medical Center mitgearbeitet.

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