Forschung

Ruhr-Uni Bochum verschickt Gratis-Bier – wichtige Studie

Die Ruhr-Universität-Bochum sucht Teilnehmer für eine prickelnde Studie. Es geht um Bier.

NRW – An der Ruhr-Universität-Bochum (RUB) werden aktuell freiwillige Teilnehmer für eine Studie gesucht. Die Probanden bekommen im Rahmen dieser Forschung rund vier Wochen lang, jeden Tag zwei Gratis-Biere direkt vor die Haustür geliefert (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Studie an der Ruhr-Universität Bochum – Männer sollen Bier trinken

Gesucht werden dafür Männer zwischen 18 und 30 Jahren. Die Probanden müssen laut der Ruhr-Universität gesund und normal gewichtig sein, zudem dürfen sie nicht rauchen. Es werden bis zu 100 Teilnehmer zugelassen und in vier Gruppen eingeteilt.

Nach Angaben der RUB bekommt jeweils eine Gruppe Pils, die zweite Gruppe Radler, die dritte Gruppe Weizenbier – alles gratis. Eine vierte Gruppe bekommt zum Vergleich lediglich Mineralwasser.

Bier-Genuss ist an der RUB kein Tabu – vor allem beim jährlichen Sommerfest nicht. (Archivfoto)

Die Bochumer Universität beschreibt die Aufgabe der Teilnehmer wie folgt: Die Männer sollten vier Wochen lang, jeden Tag die jeweiligen Biere trinken. Vor und nach Beginn der Studie wird jeweils eine 15-minütige körperliche Untersuchung im Bochumer Knappschaftskrankenhaus durchgeführt, um das Ergebnis der Forschung überprüfen zu können.

NRW: Studie an der RUB – Forscher wollen Bier-Konsum analysieren

Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils, oder wie war das? Das dürften die Forschungsleitenden der RUB und des Knappschaftskrankenhauses anders sehen.

Die amüsant klingende Studie hat einen ernsten Hintergrund, denn die Ruhr-Universität Bochum untersucht in Zusammenarbeit mit dem Knappschaftskrankenhaus, ob der Konsum von isotonischen Getränken die Leberverfettung begünstigt. Dazu gehören etwa alkoholfreie Biere, die für die Studie ausschließlich verwendet werden.

„Wir vermuten, dass der regelmäßige Konsum einen Einfluss hat“, erklärt Studienleiter Dr. Lars P. Bechmann vom Knappschaftskrankenhaus in Langendreer gegenüber der WAZ.

Die Studie solle voraussichtlich im Frühsommer abgeschlossen sein. Bis Ende dieses Jahres sei mit Ergebnissen zu rechnen. Interessierte an der Studie werden gebeten, sich an die Adresse metmedizin@kk-bochum.de zu wenden.

NRW: Weitere Alkohol-Studie an Kölner-Universität

Auch die Uniklinik-Köln führt eine Studie zum Thema Alkohol durch. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, wie schnell sich Alkohol im Blut abbaut. Die aktuellen Berechnungen basieren auf Annahmen aus dem Jahr 1932. Weil sie aber Auswirkungen auf Gerichtsurteile haben können, wollen die Forscher nun eine frische Studie zur Berechnung des Alkohol-Abbaus im Blut durchführen.

In diesem Fall bekommen die Teilnehmenden ein großes Glas Wodka, welches auf ihr jeweiliges Körpergewicht abgestimmt ist. Ziel ist die Erreichung von 0,5 bis 1 Promille Alkohol im Blut. Der Abbau des Alkohols wird dann währenddessen medizinisch untersucht, um neue Einflussfaktoren auf den Abbau von Alkohol festzustellen.

Interessierte können Informationen zu einer Teilnahme an der Studie unter pharmakologie-studien@uk-koeln.de anfragen.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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