Bild: Polizei Bielefeld

Ausgerüstet mit fünf Waffen hat ein Radfahrer in Bielefeld für Angst unter Passanten gesorgt. Am Ende stellte sich die Aufregung als unbegründet heraus.

  • Am frühen Nachmittag fiel Verkehrsteilnehmern in Bielefeld der bewaffnete Radfahrer auf, woraufhin sie die Polizei informierten.
  • Als ihn die Polizei erwischte, erkannten sie, dass es sich um Paintball-Waffen handelt.

Am Dienstag (9. Juli) versetzte ein jugendlicher Fahrradfahrer andere Verkehrsteilnehmer in Angst. Mit einem Sturmgewehr in den Händen und einer Pumpgun über der Schulter, radelte er gegen 14 Uhr in Richtung Bielefeld Zentrum. Mehrere aufgeregte Autofahrer meldeten ihn der Polizei.

Und auch dieser Fall aus Werther bei Bielefeld schockiert die Anwohner und Nachbarn.

Polizei Bielefeld stoppt bewaffneten Radfahrer

Eine umgehend zum Ort des Geschehens geschickte Streifenwagenbesatzung konnte den 19-Jährigen anhalten und ihm die Waffen abnehmen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er noch eine weitere Pistole im Holster trug und in einer Tasche zwei weitere Waffen, Magazine und Munition bei sich hatte.

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Bei der Durchsuchung des Radfahrers fanden die Polizisten heraus, dass es sich um sogenannte Hydrogel-Waffen handelt. Diese werden vorwiegend zum Paintball-Spielen eingesetzt. Der skurrile Einsatz ist der zweite innerhalb von zwei Wochen in Bielefeld. Ende Juni hatten standen die Beamten wegen Schnitzeln vor einem Rätsel.

Spielzeug-Waffen im Internet erhätlich

Sowohl das Spielzeug als auch die Munition sind im Internet frei erhältlich. Auf den ersten Blick sind die Plastik-Waffen jedoch nicht von echten Schusswaffen zu unterscheiden.

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Laut Waffengesetz ist das offensichtliche Führen von Anschein-Waffen verboten. Auch wenn niemand zu Schaden kam, erhält der Jugendliche aus Bielefeld daher eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.