Fettexplosion durch Bratpfanne bei Backesfest: Tochter der verstorbenen Mutter erliegt ihren Verletzungen

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Explosion in Alchen, einem Stadtteil von Freudenberg (bei Siegen). Foto: Berthold Stamm/dpa

Schock nach dem Backesfest in Alchen. Nach einer bereits verstorbenen Mutter ist nun auch ihre Tochter tot. Eine Bratpfanne war explodiert. Hier die Infos.

In Alchen, einem Stadtteil von Freudenberg (bei Siegen), ist es am Sonntag (8. September) bei einem Dorffest zu einer Explosion gekommen. Eine Frau ist gestorben. Mehrere Personen wurden verletzt.

  • In Alchen (Kreis Siegen-Wittgenstein) ist es beim "Backesfest" zu einer Explosion gekommen.
  • Zwei Frauen starben infolge der Fettexplosion.
  • Die Suche nach der Ursache geht weiter.

Backesfest: Mutter war direkt ein Tag nach Explosion verstorben

Update, Freitag (27. September), 11.36 Uhr: Wie die NRZ berichtet, verstarb am Donnerstag (26. September) auch die 31-jährige Tochter des ersten Todesopfers. Sie erlag ihren schweren Verletzungen, die sie bei der Fettexplosion auf dem Dorffest in Alchen/Freudenberg erlitten hatte.

Eine selbst gebastelte Bratpfanne war auf dem Fest explodiert. Eine 67-Jährige, die Mutter der jetzt Verstorbenen, war bereits am Tag nach dem Fest (Montag, 9. September) gestorben.

Update, Dienstag (10. September), 8.45 Uhr: Die Bratpfanne, die am Wochenende bei einem Dorffest explodierte, war laut Bild möglicherweise selbst gebaut.

Die zehn Jahre alte Bratkartoffelpfanne war mit einer Stichflamme in die Luft geflogen. Laut Polizei sei vor der Explosion in dem selbstgebauten Gerät ein Überdruck entstanden, dem die mit heißem Fett gefüllte Pfanne nicht stand hielt.

Update, Montag (9. September), 11.15 Uhr: Laut Medienberichten ist durch die Explosion in Alchen eine 67-jährige Frau gestorben. Eine weitere Person befinde sich in einem kritischen Zustand.

Die einzigen guten Nachrichten: Die schwerverletzten Personen seien mittlerweile stabil.

Der Unglücksort in Alchen im Siegerland soll am Montag weiter untersucht werden. Die Ermittlungen nach der Explosions-Ursache laufen auf Hochtouren.

Angeblich sollen kalte Klöße Schuld an Explosion in Alchen sein

Mittlerweile gibt es erste Informationen dazu, wie es zu der Explosion in Alchen (Freudenberg) gekommen sein könnte. Wie die Bild berichtet, hätten Mitglieder des Heimatvereins an einem Essensstand kalte Klöße in eine Pfanne mit heißem Fett gefüllt.

Das habe möglicherweise zu dem Unglück geführt. Nach der Explosion seien die Opfer laut Bild "wie Fackeln" umhergerannt. Die genauen Umstände soll nun ein Sachverständiger klären.

Update, Sonntag (8. September), 17.50 Uhr: Zum Zeitpunkt der Explosion soll es in Alchen geregnet haben, berichtet die dpa. Ob Regen in die Pfanne und das heiße Fett geriet und so das Unglück auslöste, steht jedoch noch nicht fest.

Mittlerweile hat sich auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu Wort gemeldet und sein Mitgefühl mit den Betroffenen ausgedrückt. "Ich bin in Gebeten bei den Schwerstverletzten", teilte er laut dpa mit. Der Unfall mache ihn sehr betroffen.

Update, Sonntag (8. September), 16.15 Uhr: Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, war es auf dem Backesfest in Alchen (Freudenberg) in einer großen Pfanne zur Explosion gekommen.

Durch diese wurden 14 Personen verletzt. "Sechs Personen im Alter von 31 bis 75 Jahren wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in Spezialkliniken ins Ruhrgebiet und nach Köln geflogen", heißt es von der Polizei weiter.

Rund 120 Rettungskräfte im Einsatz

Update, Sonntag (8. September), 15.56 Uhr: Bei dem Rettungseinsatz am Backesfest in Alchen (Freudenberg) sollen 120 Rettungskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz sein. Das berichtet die lokale Siegener Zeitung.

Bei der Explosion habe es sich demnach um eine Fettverpuffung gehandelt. Eine Gasexplosion könne mittlerweile ausgeschlossen werden. Nach dem Unglück brachten Rettungskräfte die Opfer in Kliniken. Rettungshubschrauber flogen nach Weidenau, Bochum, Köln und Dortmund.

Update, Sonntag (8. September), 14.50 Uhr: Wie der WDR berichtet, spricht die Polizei mittlerweile von 13 Verletzten. Sechs davon würden derzeit in Lebensgefahr schweben.

Explosion in Alchen bei Siegen: Drei schwer Verletzte

Ursprungsmeldung, Sonntag (8. September), 13.53 Uhr: Schrecklicher Unfall beim "Backesfest" in Alchen, einem Stadtteil von Freudenberg (bei Siegen): Wie die Polizei berichtet, ist es dort am Sonntag (8. September) kurz vor 12 Uhr zu einer Explosion gekommen. "Bisher gehen wir von sieben leicht verletzten Personen und drei schwer Verletzten aus", heißt es weiter.

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Noch ist nicht endgültig geklärt, wie es zu dem Unglück in Alchen kommen konnte. Die Polizei geht nach eigenen Angaben derzeit von einer Fett-Explosion aus. Radio Siegen berichtet dagegen, eine Gasflasche sei explodiert.

Wegen des Rettungseinsatzes ist die Ortsdurchfahrt Alchen derzeit komplett gesperrt. Vor Ort sollen fünf Rettungshubschrauber im Einsatz sein.