Freizeitattraktion

NRW bekommt neue Attraktion – Areal aus 17. Jahrhundert wird jetzt geöffnet

Die Neuerrichtung des Freilichtmuseums und des neuen Parks aus Vogelperspektive
+
Museums- und Park-Neubau in Detmold

NRW bekommt mit dem Neubau eines Freilichtmuseums und einer neuen Parkanlage eine neue Attraktion.

NRW – Eines der bedeutendsten Freilichtmuseen in Europa verändert sein Gesicht. Das Westfälische Landesmuseum für Alltagskultur in Detmold bekommt nicht nur einen neuen Anbau, sondern auch einen neuen Park. Die Anlage von 1695 wird erstmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Gräfin Amalie hatte das Areal im 17. Jahrhundert terrassenförmig anlegen lasen. 1701 erfolgte die Umbenennung nach dem Grafen Friedrich Adolph in „Friedrichsthal“. Nach einem Brand 1729 verfiel die Gartenanlage, ehe sie 1774 zum Englischen Garten und 1803 zu einer englischen Parkanlage mit Spazierwegen umgestaltet wurde. Durch Überformungen des Geländes sind heute im Wesentlichen nur noch die drei ursprünglichen Terrassen erkennbar.

Zum Hintergrund: Das 1971 eröffnete Freilichtmuseum in Detmold ist mit seinen mit 90 Hektar Fläche und etwa 120 historischen Gebäuden nach eigenen Angaben das größte Deutschlands und bekommt zusätzlich zum neuen Park einen Museumsanbau. Das Projekt soll voraussichtlich 2025 fertiggestellt sein. Die Baumaßnahmen haben bereits begonnen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW – Museumsneubau und historische Parkanlage – Nachhaltigkeit und Schonung der Umwelt

Nach eigenen Angaben lege der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe bei allen Baumaßnahmen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Schonung der Umwelt. Daher werde die gesamte Bauphase von einem Artenschutzexperten begleitet werden.

Trotzdem müssten für das Bauprojekt rund 212 Bäume gefällt werden, die aber durch 160 Laubbäume ersetzt würden. „Wir sind uns bewusst, dass Baumfällungen immer ein Eingriff in die Natur sind, daher soll dies so schonend wie möglich durchgeführt werden“, erklärt Matthias Gundler, Betriebsleiter des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebes. Auch auf tierische Bewohner nehme man bei der Rodung Rücksicht.

„Wir schaffen nicht nur einen nachhaltigen Ausstellungsbau, der klimaneutral betrieben werden soll, sondern auch einen Park mit hoher Aufenthaltsqualität, der an die historischen Vorbilder erinnert und mit der Eröffnung des Neubaus allen Menschen ganzjährig als Erholungsort zur Verfügung steht“, erklärt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

NRW – Museumsneubau und historische Parkanlage – so wird es aussehen

Für den Neubau des Eingangs- und Ausstellungsbereichs werde eine Dachbegrünung gepflanzt. Die Nutzung von Regenwasser und die Verwendung von umweltfreundlichen, regional vorhandenen Rohstoffen wie Lehm und Holz sei geplant.

Bei der Wiederherstellung der historischen Gartenanlage solle die ursprüngliche Terrassenform des Parks wieder herausgearbeitet werden. „Außerdem wollten wir vorhandene Strukturen wie relikthafte Mauern wieder sichtbar machen und eine ehemalige Teichanlage andeuten, indem dort insektenfreundliche Wildstauden und Zwiebelblumen angepflanzt werden.“ so Rüschoff-Parzinger.

Bei der Neueröffnung werde 2025 ein Rundweg durch den Garten die Besucher zum Freilichtmuseum führen.

Mehr zum Thema