Impfkrise in Deutschland

Impfstopp von Astrazeneca: So geht das Impfen laut Laschet und Laumann jetzt weiter

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sprechen in einer Pressekonferenz über die Corona-Lage in NRW.

Düsseldorf – Die Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat um circa 15.40 Uhr begonnen. An die zwei Millionen Menschen hätten sich bereits in NRW impfen lassen. Die Impfbereitschaft sei in NRW groß. „Deswegen sei es eine schlechte Nachricht, dass die Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt werden“, so Armin Laschet.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
Corona-Inzidenz82,9 (Stand Dienstag, 16. März)

Impfstopp von Astrazeneca in der Corona-Krise: So reagiert NRW

Das sei ein richtig großer Rückschlag, so der NRW-Ministerpräsident. Man habe sich beraten. Die Frage ist, was jetzt in NRW zu tun ist. „Wir müssen jetzt das Tempo in NRW beschleunigen“, so Armin Laschet.

Das soll mit einer Reserve von 150.000 Impfungen geschehen, die das NRW-Gesundheitsministerium bislang gebunkert hat. Man könne in NRW auf den Stopp von Astrazeneca reagieren. Es gebe in NRW sowohl von Biontech als auch von Moderna Reserven. „Für uns heißt das jetzt: Tempo machen, 150.000 Menschen impfen“, so Armin Laschet.

Impfstopp von Astrazeneca: Armin Laschet und Karl-Josef Laumann sprechen von Impf-Krise

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bestätigt, dass man mit den Reserven jetzt das Impftempo nicht verschleppen will. Die Impfungen sollen bei den Menschen über 80 Jahren weiter gehen. „Dennoch darf man nicht drum herumreden, dass wir uns in einer Impf-Krise befinden“, so der CDU-Politiker.

Sobald der Impfstoff von Astrazeneca vom Paul-Ehrlich-Institut wieder zugelassen werden würde, gehen die Impfungen weiter. Da hätte man dann einige Impfdosen aktuell auf Lager.

Der Impfstoff von Astrazeneca steht wegen möglichen Nebenwirkungen in der Kritik.

Aus Sicht von Ministerpräsident Armin Laschet und Karl-Josef Laumann hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trotz aller Kritik von zahlreichen Seiten richtig gehandelt, den Impfstoff von Astrazeneca zurückzurufen. Von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) wurde der Impfstoff allerdings verteidigt, wie WA.de brichtet.

Imstopff von Astrazeneca: NRW-Politiker nehmen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Schutz

„Das hätte ich genauso gemacht“, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Armin Laschet verwies zusätzlich darauf, dass man auf eine Institution wie dem Paul-Ehrlich-Institut vertrauen müsse.

Beim Thema Zweitimpfungen besteht laut Karl-Josef Laumann kein Problem. Die notwendigen Zweitimpfungen werden erst in der zweiten Hälfte des Aprils stattfinden. Zudem könne man das Zeitfenster auch noch etwas dehnen. RUHR24.de und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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