Nach Po-Vergrößerung: Arzt aus Düsseldorf wegen Betrugs verurteilt

Ein Po. Foto: dpa
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Ein Po. Foto: dpa

Der Arzt aus Düsseldorf, gegen den wegen fahrlässiger Tötung im Falle einer Po-Vergrößerung ermittelt wird, muss sich am Freitag vor Gericht verantworten.

Der Arzt aus Düsseldorf, gegen den noch immer wegen fahrlässiger Tötung im Falle einer Po-Vergrößerung ermittelt wird, musste sich am Freitag (2. August) vor Gericht verantworten. Ihm wird Titelmissbrauch vorgeworfen.

Update, Freitag (2. August), 11.36 Uhr: Wegen Titelmissbrauchs ist der Düsseldorfer Arzt am Freitag vom Amtsgericht verurteilt worden. Das Gericht bestätigte nach einer mündlichen Verhandlung einen Strafbefehl gegen den 47-Jährigen Mediziner, der nun 15.000 Euro Strafe zahlen muss. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Unstrittig war, dass der Arzt im Iran ein Medizinstudium absolviert hatte. Jedoch machte der Richter am Freitag klar, dass die Ärztekammer Nordrhein dem iranischen Arzt 2009 und erneut 2017 mitgeteilt hatte, dass er nach deutschem Recht die Bezeichnung "Dr. med." nicht benutzen dürfe.

Erstmeldung, Freitag (2. August), 11.15 Uhr: Der 47-jährige vermeintliche Doktor hat sich auf seiner Praxis-Homepage und in sozialen Netzwerken als "Dr. med" bezeichnet. Dabei hat er gar nicht promoviert und besitzt daher auch keinen Doktortitel.

Arzt hat Widerspruch eingelegt

Die Ärztekammer Nordrhein hatte den Mediziner angezeigt. Das Amtsgericht erließ daraufhin einen Strafbefehl in Höhe von 13.500 Euro. Der Arzt hat Widerspruch eingelegt, weshalb der Fall nun vor Gericht geht.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung nach Po-Vergrößerung

Der Tod seiner Patientin wird in diesem Prozess keine Rolle spielen. Eine 42-Jährige Frau war Anfang Juli an einer Po-Vergrößerung gestorben. Laut Obduktion sei sie nach der Operation verblutet. Ein Sachverständiger müsse nun prüfen, ob dies aufgrund eines Behandlungsfehlers geschehen sei.

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Der vermeintliche Doktor aus Düsseldorf weist die Vorwürfe zurück. Er vermutete dagegen einen plötzlichen Herztod als Todesursache, sagte der Mediziner vergangene Woche. mit dpa-Material