Arnsberg: ABC-Alarm mit sieben Verletzten - Hilfe aus Dortmund rückte an

Die Feuerwehr musste in Arnsberg zu einem ABC-Alarm ausrücken. Auch die Analytische Taskforce aus Dortmund war vor Ort. Foto: dpa
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Die Feuerwehr musste in Arnsberg zu einem ABC-Alarm ausrücken. Auch die Analytische Taskforce aus Dortmund war vor Ort. Foto: dpa

In Arnsberg nahe Dortmund hat es am Montag einen ABC-Alarm gegeben. Sieben Mitarbeiter klagten über Atemont und Hustenreiz.

ABC-Alarm in Arnsberg (Sauerland)! Mehrere Menschen mussten dort am Montag (28. Oktober) mit Atemnot ins Krankenhaus. Eine Spezialeinheit aus Dortmund rückte zudem aus.

  • Ein ABC-Alarm in Arnsberg rief am Montag eine Spezialeinheit der Feuerwehr aus Dortmund auf den Plan.
  • Mehrere Menschen waren mit einer unbekannten Substanz in Kontakt gekommen.
  • Atemnot und Hustenreiz sorgten für Angst bei der Staatsanwaltschaft.

Arnsberg: ABC-Alarm in Stadt nahe Dortmund

Update, Montag (28. Oktober), 21.11 Uhr: Inzwischen gibt es gute Nachrichten aus Arnsberg. Wie die Polizei am Abend mitteilt, habe die Feuerwehr bei der reizenden Substanz keinen gefährlichen Stoff feststellen können. Der Einsatz wurde deshalb inzwischen beendet.

Die sieben zunächst über Atemnot und Hustenreiz klagenden Personen wurden untersucht und von den Ärzten entlassen. "Die Polizei ermittelt nun, was die Reizungen ausgelöst haben könnte und ob möglicherweise eine Straftat vorliegt", heißt es aus dem Polizeipräsidium.

Staatsanwaltschaft Arnsberg: Polizei ermittelt

Update, Montag (28. Oktober), 19.31 Uhr: Die Auswirkungen der bislang unbekannten Substanz hätten offenbar noch größer ausfallen können. Laut Polizei waren nämlich rund 20 Menschen bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg mit ihr in Kontakt gekommen. Am Ende klagten sieben von ihnen unter Atemwegsreizungen, berichtet die Polizei.

Alle Personen wurden in der Folge durch die Feuerwehr betreut. Nach wie vor analysiert die Analytische Taskforce aus Dortmund die Substanz.

Update, Montag (28. Oktober), 18.57 Uhr: Kurze Info nebenbei: Deutschlandweit gibt es nur sieben Analytische Taskforces, eine davon in Dortmund. Die Spezialeinheiten kommen zum Einsatz, wenn gefährliche Substanzen freigesetzt werden - so wie bei dem ABC-Alarm am Montag in Arnsberg, von wo aus ein Schwerverletzter nach einem Unfall ins Krankenhaus nach Dortmund geflogen werden musste.

Spezialisiert sind die Einheiten auf radioaktive, biologische oder chemische Stoffe. Zuletzt rückte die Analytische Taskforce Dortmund zu einem Einsatz in Bochum aus, wo sich ein Student das Leben genommen hatte.

Update, Montag (28. Oktober), 18.47 Uhr: Gegenüber RUHR24 konnte ein Sprecher der Polizei in Arnsberg noch nicht bestätigen, dass es sich bei den betroffenen um sieben Mitarbeiter handelt. Die Westfalenpost hatte zuvor berichtet. Aktuell stehe auch noch nicht fest, um welche Substanz es sich handelt und welches Motiv hinter der möglicherweise gezielten Attacke stecken könnte.

ABC-Einheit aus Dortmund hilft in Arnsberg

Das Gebäude der Staatsanwaltschaft wurde am Nachmittag geräumt. Die Analytische Taskforce aus Dortmund, die für den Einsatz rund 50 Kilometer zurücklegen musste, muss jetzt herausfinden, um welche Substanz es sich handelt.

Update, Montag (28. Oktober). 18.44 Uhr: Aufgrund der vielen Einsatzfahrzeuge wird der Bereich Neumarkt für den fließenden Verkehr gesperrt. "Es kommt somit zu Behinderungen in der Arnsberger Innenstadt", heißt es von der Polizei in Arnsberg.

Gebäude der Staatsanwaltschaft in Arnsberg geräumt

Update, Montag (28. Oktober), 18.36 Uhr: Inzwischen hat auch die Polizei im Hochsauerlandkreis den Einsatz bestätigt. Die Eichholzstraße, in der sich das betroffene Gebäude der Staatsanwalt befindet, sei für den Einsatz von Polizei und Feuerwehr gesperrt worden. Rund um Neumarkt kommt es deshalb zu Verkehrsbehinderungen.

Erstmeldung, Montag (28. Oktober), 18.16 Uhr: Der Großeinsatz der Feuerwehr hat sich am Nachmittag am Amtsgericht von Arnsberg an der Eichholzstraße abgespielt. Das Gebäude befindet sich südlich der Innenstadt etwa zwei Kilometer vom Bahnhof der Stadt entfernt. Wie die Westfalenpost berichtet, sollen sieben Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft über Atemnot und Hustenreiz geklagt haben, nachdem sie mit einer Akte in Berührung kamen.

Sie wurden zunächst isoliert. Eine Spezialeinheit der Analytischen Taskforce aus dem nahegelegenen Dortmund musste anrücken, um die Substanz näher zu analysieren. Auch ein Rettungshubschrauber kam bei dem ABC-Alarm zum Einsatz.