Talkshow-Desaster

Fieser Tweet von 2013 wird Armin Laschet jetzt zum Verhängnis

Ein Tweet im Sozialen Netzwerk Twitter fliegt Armin Laschet, CDU-Kanzlerkandidat, jetzt um die Ohren und wird zum Bumerang.

Düsseldorf – Das Internet vergisst nie. Das kann einerseits eine gute Sache sein. Andererseits, wie für NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, jetzt auch zum Bumerang für den Wahlkampf werden.

BundeslandNRW
PolitikerArmin Laschet (CDU)
AmtNRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat

Armin Laschet: NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat ist wieder mal in den Trends bei Twitter

Twitter ist ein Medium, das nicht vergisst. Und Armin Laschet trendet mal wieder. Heute (13. August) ist der Trend „Erstes Signal für Rückzug“ in den Trends. Das hat mit Armin Laschet zu tun. Doch was steckt dahinter?

Irgendjemand im Sozialen Medium Twitter hat einen Tweet von Armin Laschet ausgegraben, der im Jahr 2013 abgesetzt wurde. Genau genommen am 21. September 2013, einen Tag vor der Bundestagswahl am 22. September, die damals die CDU-Kanzlerkandidatin und Bundeskanzlerin Angela Merkel gewann.

Armin Laschet war 2013 bei der Polit-Talk-Sendung „Geh Wählen!“ auf ProSieben bei Stefan Raab zu Gast

Armin Laschet, damals Vorsitzender der CDU in NRW, schrieb: „Höre gerade das @JTrittin kurzfristig für große TV-Total-Diskussion bei Raab abgesagt hat. Krank ist er nicht. Erstes Signal für Rückzug?

Der Hintergrund: Am 21. September 2013 strahlte der Sender ProSieben die Polit-Talk-Show „Geh Wählen!“ zur Bundestagswahl aus. Armin Laschet war damals zusammen mit Ilse Aigner (CSU), Thomas Oppermann (SPD), Katrin Göring-Eckhardt (Grüne), Gregor Gysi (Die Linke) und Rainer Brüderle (FDP) zu Gast.

Armin Laschet: Fieser Tweet gegen Jürgen Trittin (Die Grünen) fliegt dem CDU-Politiker jetzt um die Ohren

Jürgen Trittin (Die Grünen), der zusammen mit der genannten Katrin Göring-Eckhardt Spitzenkandidat der Grünen war, nicht. Das nahm Armin Laschet als Vorwand, um den kritischen Tweet abzusetzen.

Das Problem: Armin Laschet würde angeblich zu häufig Polit-Talk-Shows absagen.

Dieser fliegt dem aktuellen CDU-Kanzlerkandidaten jedoch jetzt vor der Bundestagswahl 2021 völlig um die Ohren. Denn jetzt ist es Armin Laschet, der schon mehrere, vor allen Dingen an das jüngere Publikum gerichtete Polit-Talk-Shows abgesagt hat.

So bekam der Sender ProSieben mit Moderator Louis Klamroth genauso eine Absage wie Die Zeit mit Polit-Podcaster Tilo Jung und Youtuber Rezo. Armin Laschet musste seitdem mit dem Vorwurf leben, dass ihm die Jugend egal sei.

Armin Laschet sagt reihenweise Polit-Talk-Shows ab und erntet dafür massig Kritik

Zahlreiche User bei Twitter setzen aktuell folgenden Tweet ab: „Höre gerade, dass @ArminLaschet ein großes TV-Interview nach dem anderen abgesagt hat. Krank ist er nicht. Erstes Signal für Rückzug?

Auch die Zeitungen und Portale Spiegel, T-online und Vice haben versucht, einen Polit-Talk mit den Kanzlerkandidaten ins Leben zu rufen. Doch dort hagelte es ebenfalls Absagen von Armin Laschet, dessen Wahlkampf noch nicht so richtig in Fahrt kommt.

Allerdings, so berichtet der Zentralrat der Juden in Deutschland am 12. August, werde es im Format der Tacheles Arena am 19. September um 11 Uhr ein Interview mit dem CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet geben.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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