Unwetter-PR

Hochwasser in NRW: Armin Laschet war laut Stadt „definitiv nicht vor Ort“

Armin Laschet (CDU) hat Hagen und Altena nach dem Unwetter besucht.
+
Armin Laschet (CDU) hat nach dem Unwetter Hagen und Altena besucht.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat heute die Unwetter-Schäden in Altena und Hagen begutachtet. In einer Stadt sorgte der Besuch für Überraschung.

Dortmund – Dass Spitzenpolitiker Orte großer Katastrophen aufsuchen, gehört zum Beruf dazu. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war heute nach Altena im Märkischen Kreis gereist, um den Menschen nach dem Unwetter gut zuzureden. Doch nicht nur das.

Unwetter in NRW: Überraschung in Altena wegen Besuch von Armin Laschet (CDU)

Die Stadtverwaltung von Altena zeichnet ein etwas anderes Bild, berichtet t-online.de am Donnerstag (15. Juli): „Herr Laschet war definitiv nicht vor Ort“, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper dem Portal. Immerhin: Erreicht hätte er den seit Mittwoch quasi von der Außenwelt abgeschnittenen Ort wohl ohnehin nicht.

Dennoch hinterlässt der überraschende Abstecher einen faden Beigeschmack. Denn Armin Laschet hatte sich laut dem Bericht mit Landrat Marco Voge (CDU) getroffen und wohl an eine „Gefahrenrandlage“ heranfahren lassen. Dort gab er der Bild ein öffentlichkeitswirksames Exklusiv-Interview.

Trotz der zuvor angekündigten fehlenden Medienbegleitung inszenierte sich Laschet zudem mit Fotos auf dem Twitterkanal der Staatskanzlei NRW. Im ebenfalls schwer vom Hochwasser getroffenen Hagen habe der Krisenstab da bereits seit über einer Stunde auf den Kanzlerkandidaten der CDU gewartet. Dort sagte er später: Die Lage sei zu ernst, um damit „Bilder zu erzeugen“.

Mehr zum Thema