Neues Online-Tool

Armin Laschet strauchelt plötzlich – ist der „Lasch-o-mat“ Schuld?

Ein Online-Tool namens „Lasch-o-mat“ bringt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ins Straucheln. Ist das die Wende im Kampf um die Bundestagswahl 2021?

NRW – Es ist ein lustiges, kleines Online-Tool, was den Kampf um die Bundestagswahl 2021 durcheinanderwirbeln könnte: Der „Lasch-o-mat“ bringt NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) derzeit ins Schwitzen, weil er suggeriert, Laschet würde viel Unfug erzählen. Und zu allem Überfluss krachen jetzt auch noch die Umfragewerte ein.

NameArmin Laschet
ParteiCDU
AmtMinisterpräsident von NRW

Armin Laschet: „Lasch-o-mat“ bringt CDU-Politiker aus NRW ins Straucheln

So verliert die CDU/CSU in einer am Mittwoch (28. Juli) veröffentlichen Forsa-Umfrage zwei Prozentpunkte und ist dort nun bei 26 Prozent. Die Grünen legen um zwei Prozentpunkte zu und sind nun bei 21 Prozent.

Besonders bitter für Armin Laschet: Nur 17 Prozent der Deutschen würden den NRW-Ministerpräsidenten aktuell zum Kanzler wählen, dürften sie es direkt tun. Vor einer Woche waren es noch sechs Prozent mehr. Damit stürzt Laschet vom ersten auf den letzten Platz im Kandidaten-Rennen um das Kanzleramt.

Lasch-o-mat Schuld an schlechten Umfragewerten für Armin Laschet?

Grünen-Chefin Annalena Baerbock würden 19 Prozent der Befragten wählen und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz 18 Prozent. Baerbock und Scholz haben gegenüber der Vorwoche jeweils zwei Prozentpunkte dazugewonnen. 45 Prozent würden keinen der Drei wählen.

Gut möglich, dass die Umfragewerte für Laschet durch den „Lasch-o-mat“ – der wahllos in das Tool eingegebenen Begriffe in typische Politiker Worthülsen fasst – weiter sinken. Die aktuellen schlechten Umfragewerte dürften noch auf Laschets Verhalten während der Hochwasser-Katastrophe (Stichwort: Lacher) zurückzuführen sein – oder auf weitere kleine Fehltritte, wie etwa jenem aus dem NRW-Landtag, wo der CDU-Mann einer Aussage der AfD zustimmte.

Armin Laschet: ZDF-Interview könnte Umfragewerte weiter sinken lassen

Doch schon bald könnten weitere Faktoren – neben dem „Lasch-o-mat“ – Auswirkung auf die Umfragewerte haben. Etwa das jüngste Sommerinterview im ZDF, bei dem Laschet vorgeworfen wurde, zu sehr geschwafelt zu haben und zu wenig konkret geworden zu sein.

Armin Laschet sprach im ZDF-Sommerinterview über das Corona-Thema Impfpflicht.

Zudem bezichtigen Umweltverbände Armin Laschet aktuell der Lüge. So behauptete Laschet im ZDF-Sommerinterview, die Umweltlobbyisten von BUND und Greenpeace hätten sich für einen Kohleausstieg in 2038 starkgemacht.

Doch von BUND-Vize Olaf Bandt hieß es danach: „Wir haben immer klargemacht, dass ein so spätes Ausstiegsdatum für ernsthaften Klimaschutz viel zu spät ist und deshalb auch in einem Sondervotum einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 gefordert.“ Laschet lüge also entweder, oder er sei falsch informiert, so Bandt.

Armin Laschet: Für NRW-Ministerpräsident kann sich das Blatt bis zur Bundestagswahl oft wenden

Dass der „Lasch-o-mat“ oder Bezichtigungen seitens konkurrierender Parteien Einfluss auf die Bundestagswahl im September haben, scheint aktuell allerdings unwahrscheinlich. Das Forsa-Institut betont, dass seine Umfragen eine Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten hätten.

Und: Umfragen solcher Art spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Gut möglich, dass sich das Blatt bis zur Wahl für Armin Laschet noch mehrfach wendet.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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