Treffen in Berlin

Tesla-Chef Elon Musk macht sich über Kanzler-Kandidat Armin Laschet lustig

Bei einem Treffen am Tesla-Werk bei Berlin haben sich CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und Elon Musk ausgetauscht. Bei einer Frage des NRW-Ministerpräsidenten musste Musk lachen.

NRW – Das US-Unternehmen Tesla baut aktuell weiter an seiner Gigafactory in Grünheide (Brandenburg). Bei einem etwas skurrilen Treffen haben sich Tech-Unternehmer Elon Musk und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auch über die Zukunft der Mobilität unterhalten.

UnternehmenTesla, Inc.
ChefElon Musk
KanzlerkandidatArmin Laschet (CDU)

Armin Laschet besucht Tesla-Chef Elon Musk – und wird ausgelacht

In einer Szene des Nachrichtensenders Welt ist zu sehen, wie das ungleiche Paar Laschet und Musk zusammensteht. Laschet fragt auf Englisch: „Was ist die Zukunft des Autos?“, und will gleich zwei Möglichkeiten mitliefern: „Wasserstoff- oder Elektroantrieb?“ Doch Musk fällt dem Kanzlerkandidaten direkt ins Wort: „Auf jeden Fall Elektro! Wasserstoff ist Zeitverschwendung – offensichtlich“, sagt Musk und lacht anschließend lauthals los.

Laschet wirkt ob dieser deutlichen Reaktion etwas überrascht, wechselt zurück ins Deutsche und sagt den mitgereisten Journalisten: „Es gibt da einen Wissenschaftsstreit.“ Was sich durchsetzen wird, werden Wissenschaftler und Tüftler zeigen, nicht die Politik, sagte der Politiker. Zuletzt hatte Armin Laschet (CDU) bereits mit einer irreführenden Behauptung zum Tempolimit für Aufsehen gesorgt.

Elektroautos mit besserem Wirkungsgrad als Wasserstoff und Brennstoffzelle

Fakt ist allerdings: Das Elektroauto bringt die Leistung derzeit am wirkungsvollsten auf die Straße, berichtet auch die Tagesschau. Demnach fließen 70 bis 80 Prozent des produzierten Stroms in den Antrieb des Wagens. Wasserstoff und Brennstoffzelle bräuchten rund das drei bis vierfache an Strom, um die gleiche Strecke zurückzulegen.

Auch die Autohersteller in Deutschland sehen das offenbar ähnlich wie Tesla-Chef Elon Musk. Mercedes bietet aktuell als einziger Hersteller mit dem GLC F-Cell ein Auto mit Wasserstoffantrieb an. Zwei andere Fahrzeuge auf dem deutschen Markt stammen von Hyundai aus Südkorea und Toyota aus Japan.

Armin Laschet (CDU) schlägt sich auf die Seite von Tesla-Chef Elon Musk

In dem Mega-Werk in Grünheide südöstlich von Berlin will Tesla künftig rund 500.000 Elektroautos im Jahr fertigen. Aktuell schlägt sich Firmenchef Elon Musk allerdings weiterhin mit Problemen bei der Genehmigung herum.

Laschet schlug sich dabei auf die Seite des Unternehmers und sagte: „Es ist nicht akzeptabel, dass jemand, der nicht als Anwohner hier betroffen ist, sondern an der Nordsee oder den bayerischen Alpen lebt, eine Klage einreichen kann, um solche Projekte zu stoppen.“ Das wird der Tesla-Chef sicher wieder gerne gehört haben. Er sagte über Laschet bei dem Termin: „Er scheint ein großartiger Kerl zu sein.“

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa-Pool

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