Umstrittene Promi-Aktion

Armin Laschet überrascht mit Meinung zu #allesdichtmachen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterstützt die Promis der Aktion #allesdichtmachen.

Armin Laschet (CDU) aus NRW hat sich zu der umstrittenen Kampagne #allesdichtmachen geäußert. Seine Antwort dürfte nicht jeden freuen.

NRW – Die Aktion #allesdichtmachen von zahlreichen Promis gegen die Corona-Maßnahmen* hat für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. Auch an NRW-Ministerpräsident und Kanzler-Kandidat Armin Laschet (60, CDU) ist die Aktion nicht vorbeigegangen, wie RUHR24* berichtet.

PolitikerArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961 (Alter 60 Jahre), Aachen
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
AmtNRW-Ministerpräsident

#allesdichtmachen: NRW-Promis wettern gegen Corona-Maßnahmen – Armin Laschet reagiert

„Macht uns mehr Angst“ – diese oder ähnliche Forderungen haben kürzlich zahlreiche Promis öffentlich geteilt. In über 50 YouTube-Videos haben Schauspieler wie Heike Makatsch, (49) Jan Josef Liefers (56) und Volker Bruch (41) unter #allesdichtmachen die Corona-Maßnahmen* der Bundesregierung in ironischer Art kritisiert. Dabei sind die Aussagen, wie die von Volker Bruch drastisch.

„Ich will wieder mehr Angst haben. Denn ohne Angst habe ich Angst. Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst. Die Menschen im Land brauchen diese Angst jetzt. Liebe Regierung, lasst uns in dieser Lage nicht allein. Es ist jetzt so wichtig, dass wir alle genug Angst haben. Bleiben Sie gesund“, fordert Darsteller Volker Bruch ironisch und ergänzt, dass die Pandemie Panikmache sei.

Andere Schauspieler sprechen sich außerdem ironisch für die Schließungen von Supermärkten und gegen die Arbeit von Lieferdiensten und Paketboten aus – für viele Zuschauer ist das nicht nachvollziehbar. Daher hagelt es schon kurze Zeit später ordentlich Kritik. Sogar Michael Wendler reagiert auf die Promi-Aktion #allesdichtmachen* über Telegram. Heike Makatsch reagiert und löscht ihr Video zu #allesdichtmachen aus dem Internet. Jan Josef Liefers steht weiterhin dazu – und erhält sogar Zuspruch von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (mehr Promi-News aus NRW* bei RUHR24).

Corona-Kritik für Querdenker? Armin Laschet und Jan Josef Liefers bestreiten Zusammenhang

In der Talkshow „3 nach 9“ von Radio Bremen im NDR bezieht der Kanzlerkandidat am Freitagabend (23. April) zu der umstrittenen Aktion Stellung und stärkt den Schauspielern den Rücken. „Man darf das sagen in einem freien Land“, erklärt der 60-Jährige. „In Krisensituationen ist auch die Minderheitsmeinung gerade von Künstlern und Intellektuellen wichtig“, macht der NRW-Ministerpräsident deutlich und stellt zudem aber auch klar, dass er die Ansicht der Promis trotzdem nicht teile.

Den Vorwurf, dass die Schauspieler mit dem Youtube-Video zu #allesdichtmachen besonders Rechtsradikale und Querdenker* ansprechen würden, weist Armin Laschet vehement ab. „Von diesen 50 ist keiner AfD, ist keiner rechts“. Daher beurteilt er diese Verknüpfung als „ganz schlimm“.

Schauspieler Jan Josef Liefers erhält nach seinen Corona-Aussagen viel Kritik.

In der Talkshow „3 nach 9“ war Jan Josef Liefers per Video zugeschaltet und betonte, dass die Aktion nicht das Ziel habe, „rechte Schwurbler und Wirrköpfe zu munitionieren“. Der Film-Star musste auch eingestehen, dass die Ironie des Videos unpassend gewählt sei.

Armin Laschet: NRW-Ministerpräsident zeigt Verständnis für Corona-Kritik von Promis

Doch Jan Josef Liefers verteidigte trotzdem auch seinen Standpunkt. „Es gibt nicht nur auf der Seite der Erkrankten Trauer und Leid, sondern auch auf der Seite derer, die unter diesen Maßnahmen womöglich anfangen zu leiden“, mahnt der 56-Jährige. „Die sehe ich nicht so richtig vertreten.“

Dabei erhält der Schauspieler den erneuten Zuspruch von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. „Ich glaube, dass es berechtigt ist, auch die anderen Opfer der Pandemie einmal zu nennen“, erklärt der Kanzlerkandidat der CDU/CSU.

Video: #allesdichtmachen – Promis teilen gegen Video aus und distanzieren sich

Trotz des Zuspruchs von Armin Laschet haben sich schon einige Prominente klar gegen die Aktion #allesdichtmachen ausgesprochen und sich davon distanziert. So hat Elias M‘Barek (38) kürzlich auf Twitter geschrieben: „Come on, das ist doch Blödsinn. Kann ich null nachvollziehen. Mit Zynismus ist doch keinem geholfen.“ Auch andere Schauspieler sehen die Aktion kritisch. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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