„Archäologischer Hotspot“

Bei Dortmund: Archäologen machen etwa 2000 Jahre alten Sensationsfund

Nahe Dortmund haben Archäologen einen sensationellen Fund gemacht. Der Ort scheint eine echte Goldgrube zu sein.

Dortmund – Eigentlich soll die A44 zwischen Dortmund und Werl im Jahr 2022 eine neue Raststätte bekommen. Doch „Am Haarstrang“ – so heißt der Rastplatz heute – türmen sich aktuell nur Erdmassen. Grund dafür ist ein dort offengelegter „archäologischer Hotspot“, wie Experten das Baufeld nennen.

FundortWerl, NRW
AutobahnA44
Nächste GroßstadtDortmund

A44 bei Dortmund: Archäologen finden uraltes Pferdeskelett

Nun haben Archäologen dort neben umfangreichem Keramikmaterial ein uraltes Pferdeskelett entdeckt. Doch das sind längst nicht die einzigen Funde, die die Experten an der A44 entdeckt haben. Bereits im November berichtete die Autobahn GmbH von offenbar bedeutenden Funden. „Sowas haben wir hier in der Region sonst noch nicht gefunden!“, beschrieb ein Archäologe die Lage kurz nach der Entdeckung.

Denn 20 Kilometer östlich von Dortmund stießen Experten der Firma Eggenstein Exca auf eine alte Hofstätte. Sie soll zwischen 2800 und 1800 Jahre alt sein. 30 Personen sollen hier einst gelebt haben. Aber warum gerade hier? Die Archäologen nennen gleich mehrere Gründe:

  • An dieser Stelle war der Boden fruchtbar.
  • Einst floss hier ein Bach mit Frischwasser.
  • In der Nähe befand sich der Hellweg als wichtige Ost-West-Handelsroute.

Archäologische Funde sind im Ruhrgebiet nicht selten. In Dortmunds Innenstadt etwa wurden zuletzt immer wieder Reste der mittelalterlichen Stadtmauer gefunden. Die Funde gehen meist mit Bauprojekten einher und sind eher zufälliger Natur. Zum Hintergrund: Wer in Nordrhein-Westfalen baut, ist grundsätzlich verpflichtet, die Dokumentation archäologischer Stätten im Baugebiet zu finanzieren.

A44: Archäologische Sensation – Experten finden uralte Hofstätte bei Dortmund 

Im Falle des Fundes an der A44 ist das die Autobahn Westfalen als Niederlassung der Autobahn GmbH des Bundes. Noch mehrere Wochen wollen und sollen die Archäologen an der A44-Raststätte, die geografisch zu Werl (Kreis Soest) gehört, graben. Erst wenn alle Funde gesichert und deren Fundorte auf speziellen Landkarten vermerkt sind, können die Bauarbeiten an der Raststätte weitergehen.

Dass das nicht die letzten archäologischen Funde in der Region sind, scheint klar zu sein. Schon jetzt wird beim Ausbau der B1 zur A40 in Dortmund und dem Kreis Unna Großes erwartet. Und auch beim Ausbau der A43 zwischen Bochum und Herne könnte es archäologische Funde geben. Und die A44 – da sind sich die Archäologen sicher – „ist und bleibt ein archäologischer Hotspot.“

Rubriklistenbild: © Anton Kurenbach/Autobahn Westfalen

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