Knochenbrüche und Verstauchungen

AOK warnt vor Horror-Verletzungen auf Trampolinen und gibt vier Tipps

Trampolinspringen ist besonders bei Kindern sehr beliebt. Viele Eltern machen sich wenige Gedanken um mögliche Gefahren, vor denen jetzt eine Versicherung warnt.

NRW – „Trampolinspringen ist für Kinder unter sechs Jahren ungeeignet“: Diese Worte von einem Sprecher der AOK-Versicherung in NRW machen nachdenklich. In einer Mitteilung warnt die Versicherung vor Knochenbrüchen, Wirbelsäulenverletzungen und Schädel-Hirn-Traumata. Um solche Unfälle zu vermeiden, gibt es vier wichtige Tipps für das Trampolinspringen.

SportgerätTrampolin
HerkunftVermutlich Toskana
NamensbedeutungSprungbrett

Krankenkasse in NRW warnt vor Trampolin-Verletzungen bei Kindern: Diese Tipps können helfen

Um auch leichtere Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen oder Gehirnerschütterungen zu vermeiden, gibt es einfache Tipps und Tricks: Am besten ist es laut der Versicherung, wenn immer nur ein Kind auf dem Trampolin hüpft. Wie alltagstauglich dieser Hinweis ist, ist jedoch fraglich.

Zwei weitere Tipps beherzigen dagegen sicher viele Eltern: Kinder sollten nur unter Aufsicht auf einem Trampolin springen, damit im Notfall schnell jemand helfen kann. Außerdem sollten um das Sprungtuch herum keine gefährlichen Gegenstände stehen.

Damit Kinder weniger schnell wegrutschen, kann es helfen, barfuß zu sein oder den Kleinen anstelle von Schuhen besser Antirutsch-Socken anzuziehen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Trampolin-Warnung von Krankenkasse in NRW: Auch Robert Koch-Institut mahnt zur Vorsicht

Dass Trampolinspringen für Kinder gefährlich sein kann, zeigen auch Zahlen des Robert Koch-Instituts. Bei einer Erhebung aus dem Jahr 2016 gehörte Trampolinspringen zu einer der häufigsten Unfallursachen bei Drei- bis Sechsjährigen im Zusammenhang mit Sportgeräten.

Ein Grund dafür ist, dass kleine Kinder einen anderen Körperschwerpunkt sowie geringere Koordination haben und ihre Knochen noch sehr weich sind. Dementsprechend sind sie den Kräften des Trampolins noch nicht so sehr gewachsen. Jede dritte Sportverletzung bei 11- bis 13-Jährigen ist laut der Statistik des Robert Koch-Instituts ein Trampolinunfall zuzurechnen.

Kinder lieben Trampoline, eine Krankenkasse empfiehlt ein Mindestalter.

Trampolinunfälle mit Kindern in Deutschland steigen während der Pandemie sprunghaft an

Auch eine Statistik der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie hat alarmierende Zahlen erhoben. Laut einer Statistik führen 28 Prozent der Trampolinunfälle bei Kindern bis 18 Jahren zu schweren Verletzungen. Dazu zählen etwa:

  • Bänderrisse und Brüche an Ellenbogen, Knien und Sprunggelenken
  • Verletzungen der Wachstumsfugen

Wie unter anderem der Bayrische Rundfunk berichtet, sind in Deutschland mit der Pandemie die Trampolinunfälle sprunghaft angestiegen, vermutlich weil immer mehr Menschen sich eines gekauft haben, um den Kindern während der Pandemie einen Ausgleich zu bieten.

Laut Kindersicherheit.de gehören Unfälle zu dem häufigsten Verletzungsgrund bei Kindern. Dabei würde jeder zweite Unfall Zuhause oder in der Freizeit passieren.

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