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Mitten im umsatzstarken Ostergeschäft hat Verdi zu Streiks beim Versandhändler Amazon aufgerufen. Auch in NRW wird gestreikt.

Bereits in der Nacht zu Montag (15. April) haben die Beschäftigen in Werne die Arbeit niedergelegt. Verdi ruft dazu auf, bis einschließlich Donnerstag die Arbeit ruhen zu lassen.

Amazon lehnt Forderungen ab

Gestreikt wird außerdem am größten deutschen Standort im osthessischen Bad Hersfeld, in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) sowie in Koblenz (Rheinland-Pfalz).

Bereits seit Jahren kämpft Verdi für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten. Der Onlinehändler lehnt die Forderungen bisher aber ab. „Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist“, betont ein Sprecher in München.

10,78 Euro brutto pro Stunde

In Deutschland beginnen die Mitarbeiter mit einem Lohn von umgerechnet mindestens 10,78 Euro brutto pro Stunde. Nach 24 Monaten sind es im Durchschnitt 2397 Euro brutto im Monat.

Amazon teilt mit, dass die Streiks keinen Einfluss auf das Oster-Geschäft haben werden. Alle Lieferungen sollen pünktlich bei den Kunden ankommen. Die Mehrheit des Personals würde zur Arbeit kommen.

„Willkür“ beenden

Verdi hat es sich zum Ziel gemacht, die „Willkür“ von Amazon zu beenden. Laut Verdi setze der Internet-Riese die Angestellten mit „Arbeitshetze und umfassenden Kontrollen unter Druck“.

Top-Themen aus dem Ruhrgebiet:

Tarifverträge seien ein Zeichen für Respekt und Anerkennung. Amazon betonte: Man könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein. Der Tarifstreit mit Streiks begann im Mai 2013 zwischen der Gewerkschaft und dem Branchen-Primus. Mit dpa-Material