Anwohner evakuiert

Waldbrand in NRW: Feuer bei Altena bedrohte Wohnhäuser

Es brennt in NRW: Hitze und Trockenheit haben mehrere Waldbrände begünstigt. Das Feuer bei Altena im Sauerland bedrohte sogar Wohnhäuser.

Update, Donnerstag (21. Juli), 22.30 Uhr: NRW – Der riesige Waldbrand zwischen Altena und Iserlohn ist endlich unter Kontrolle. Das meldet die Feuerwehr Iserlohn am Abend. Der aufkommende Wind hatte den Brand immer neu angefacht, Anwohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Waldbrand in NRW: Feuer zwischen Altena und Iserlohn ist unter Kontrolle

Durch den unermüdlichen Einsatz zahlreicher Feuerwehren aus dem gesamten Märkischen Kreis sowie der Löschhubschrauber der Polizei konnten die Einsatzkräfte den Waldbrand am späten Donnerstagnachmittag unter Kontrolle bringen. Bis dahin hatte es bereits rund 14 Hektar Wald verschlungen – eine Fläche rund 2,3 Mal so groß wie das Louvre.

Der Waldbrand bei Altena bedrohte einige Wohnhäuser.

Obwohl es in der Nacht zu Donnerstag regnete und sich etwas abkühlte, bereitete der Feuerwehr der Wind Probleme. Seit dem Nachmittag ist der Waldbrand jedoch unter Kontrolle. „Die Nachlöscharbeiten könnten durchaus noch die ganze Nacht andauern“, vermutet ein Pressesprecher, eine Brandwache ist eingerichtet.

Insgesamt waren rund 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und der Stadt Iserlohn im Einsatz.

NRW: Waldbrand bei Altena – Feuerwehr befürchtet Feuer könnte wieder größer werden

Erstmeldung, Donnerstag (21. Juli), 11 Uhr: Nach dem verheerenden Waldbrand in Sundern am Sorpesee brennt es auch in Altena, an der Grenze zu Iserlohn. Die Feuerwehr ist dort seit gestern Nachmittag im Dauereinsatz. Über Nacht hatte sich die Lage unter anderem durch den einsetzenden Regen deutlich entspannt. Es brennt und glimmt aber immer noch auf einem Hektar Fläche.

Die Feuerwehr im Märkischen Kreis befürchtet, dass das Feuer durch den Wind wieder größer werden könnte. „Die Flächen sind immer noch sehr trocken. Da geht sowas schnell“, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber RUHR24. Deshalb wird die Einsatzstärke aktuell wieder hochgefahren.

Ein Waldbrand in Altena beschäftigt die Feuerwehr im Märkischen Kreis noch immer.

Am Morgen waren 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Im Laufe des Tages will man verdoppeln auf 200 Einsatzkräfte. Dazu sollen auch überörtliche Kräfte hinzugezogen werden. Man hoffe, den Brand heute im Laufe des Tages mit dem Einsatz von großen Wassermengen komplett zu löschen.

„Ein Hubschrauber ist gerade im Einsatz, um die Lage im Brandgebiet besser zu überblicken“, so ein Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis auf Anfrage von RUHR24 (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Feuerwehr löscht Glutnester in Hang zwischen Altena und Iserlohn mit der Hand

In der Nacht zum Donnerstag (21. Juli) hatten die Feuerwehrleute in mühsamer Handarbeit die Löscharbeiten an einem schwer zugänglichen Steilhang fortgesetzt. Letzte Glutnester beschäftigten die Einsatzkräfte aber auch noch am Morgen. Auch aus der Luft wurde gelöscht.

„Der Brand hatte sich immens und in einer rasanten Geschwindigkeit ausgebreitet“, sagte Kreisbrandmeister Michael Kling. Wind bereitete den Einsatzkräften allerdings auch am Morgen noch immer Probleme, weil er kleinere Brände neu entfachte. Zur Unterstützung rückten erneut weitere Feuerwehren aus der Umgebung an.

NRW: Waldbrand im Sauerland – Bewohner wurden evakuiert

Von dem Waldbrand sind etwa zehn Hektar Land in schwer zugänglichem Gelände betroffen. Insgesamt kamen den Angaben zufolge seit Ausbruch des Feuers am Mittwochnachmittag rund 600 Lösch- und Rettungskräfte zum Einsatz. 20 bis 25 Bewohner hatten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen müssen.

Der Waldbrand in Altena war am Mittwoch zwischenzeitlich außer Kontrolle.

Ebenfalls betroffen waren ein Flugplatz und ein Reitstall. Die meisten Tiere auf einem Gnadenhof wurden von freiwilligen Helfern vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Für den Großeinsatz im Märkischen Kreis musste zeitweise der Luftraum sowie einige Straßen gesperrt werden.

NRW: Waldbrände nehmen stark zu – Wetter bringt wenig Entspannung

Am Mittwochabend in NRW einsetzender Regen half, zahlreiche lodernde Feuer zu löschen. Zwar gab es lokal stärkere Gewitter mit größeren Regenfällen. Doch fielen diese nicht so heftig aus wie befürchtet. Am Donnerstagmorgen zogen die Gewitter bereits nach Niedersachsen ab.

Im Laufe des Tages soll das Tiefdruckgebiet laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis zum Abend langsam über Schleswig-Holstein und Dänemark weiterziehen. Nach drei Hitzetagen mit Spitzentemperaturen nahe der 40-Grad-Marke in NRW war es nach dem Durchzug der Regenfronten am Donnerstag vergleichsweise angenehm kühl.

Für den Tag wurden Höchsttemperaturen zwischen 23 und 26 Grad erwartet. Dabei sollte es überwiegend wechselnd bewölkt sein. Einzelne Schauer und Gewitter, teilweise mit Starkregen, seien noch möglich, so der DWD. In der Nacht zum Freitag werde es teils wolkig, teils klar. Örtlich könne sich Nebel bilden. Es bleibt aber überwiegend niederschlagsfrei. Mit DPA-Material

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