Bei Urlaub in den Alpen

Lawinenunglück in Südtirol: Frau und zwei Kinder tot - ein Opfer (7) stammt aus NRW

Bei einer Lawine in den Südtiroler Alpen sind am Samstag eine Frau und zwei Kinder gestorben. Eines der Kinder stammt dabei aus NRW. Hier mehr Infos.

  • Eine Lawine erschütterte die Südtiroler Alpen.
  • Dabei sollen drei Menschen gestorben sein.
  • Ein Opfer soll demnach aus Aachen (NRW) kommen.

Update, Samstag (28. Dezember), 20.45 Uhr: Wie die Bild berichtet, soll sich die Anzahl der Toten auf drei erhöht haben. Neben Mutter und Tochter soll auch noch ein weiteres siebenjähriges Mädchen unter dem Schnee gestorben sein. Mutter und Tochter sollen dabei aus Hauteroda in Thüringen kommen. Die Mutter starb bereits an der Unglücksstelle, ihre Tochter am Abend im Krankenhaus. Das andere Mädchen stammt aus Eschweiler bei Aachen (NRW). 

Ihr Vater und ihr Bruder (11) wurden bei dem Unglück verletzt. Sie werden derzeit in einem Krankenhaus in Meran behandelt. Die Lawine soll gegen 12 Uhr mittags losgetreten sein.

Erstmeldung, Samstag (28. Dezember), 18.45 Uhr: Südtirol - In der italienischen Provinz Südtirol kam es am Samstag (28. Dezember) zu einem verheerenden Unglück. In einem Skigebiet in den Bergen soll es zu einer Lawine gekommen sein. Unter den Opfern sind auch Deutsche.

Lawine in den Südtiroler Alpen in Italien verschüttet eine Frau und ein Mädchen

Die Lawine in den Südtiroler Alpen tötete eine Frau (35) und ein Mädchen (7). Dabei soll es sich um Mutter und Tochter handeln. Wie die Bild berichtet, soll ein Sprecher der Rettungskräfte erklärt haben, dass die Toten aus Deutschland stammen. Bisher sei die Identifizierung der Todesopfer allerdings noch nicht abgeschlossen. Auch weitere Opfer, die die Schneewucht unter sich begraben haben, sollen aus Deutschland kommen. 

Wie die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, soll die Lawine im Skigebiet am Schnalstaler Gletscher in etwa 2400 Metern Höhe losgetreten sein. Und diese soll riesig gewesen sein - insgesamt 150 Meter breit und 500 Meter lang. Diese rollte dann die Piste "Teufelsegg" herunter und begrub ihre Opfer unter sich. 

Video: Wetterexperte: Lawinengefahr bleibt hoch

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sollen bei der Lawine noch drei weitere Personen mittelschwer verletzt worden sein, darunter auch ein kleiner Junge. Er soll noch vor Ort wiederbelebt worden sein. Der schwerverletzte Junge wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Trient transportiert. Die weiteren Verletzten kamen in ein Krankenhaus in Meran.

Nicht die einzige Lawine in den Südtiroler Alpen

An der schwierigen Rettungsaktion sollen auch mehrere Hubschrauber und Rettungskräfte aus dem benachbarten Österreich beteiligt sein. Das war allerdings nicht die einzige Lawine, die am heutigen Tag die Menschen erschütterten.

Eine weitere Lawine rollte durch ein Tal in der italienischen Provinz Bozen. Diese soll einen Mann unter sich begraben haben. Andere Skifahrer konnten den Mann jedoch aus dem Schnee befreien. Auch er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Lawinen werden durch unterschiedliche Temperaturen ausgelöst

Wenn die Luft- und die Bodentemperatur sehr unterschiedlich sind, werden am Boden die Schneekristalle aufgebrochen. Anschließend verschmelzen sie zu einer Kristallsäule. Bodenerschütterungen und Druck durch neu fallenden Schnee können dann die gesamte Masse ins Rutschen bringen. 

Innerhalb von fünf Sekunden kann eine Lawine schon eine Geschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde erreichen. Die meisten Lawinen entstammen allerdings nicht natürlichen Ursprungs, sondern sind durch Menschenhand versehentlich ausgelöst worden.

Rubriklistenbild: © ANSA/AP

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