Ansteckung und Symptome

Affenpocken erreichen nächste NRW-Stadt: Was jetzt zu beachten ist

Im Kreis Unna ist der erste Affenpocken-Fall aufgetreten. Ein Mann aus Schwerte hatte sich infiziert, ist aber wieder genesen. Grund zur Panik besteht nicht.

Kreis Unna – Nach Köln, Düsseldorf und Essen hat sich nun auch der erste Mensch aus dem Kreis Unna mit Affenpocken infiziert. Seine Erkrankung ist bereits auskuriert, es gibt nur eine Kontaktperson, teilt der Kreis Unna am Montag (20. Juni) mit.

Erreger:Affenpocken-Virus
Herkunft:Kongo (1970)
Impfstoff:Imvanex

Affenpocken in NRW: Erster Fall im Kreis Unna gemeldet

Der Schwerter war demnach am 15. Mai aus dem Ausland zurückgekehrt. Drei Tage später stellte er erste Symptome fest und ging anschließend zum Hausarzt nach Dortmund. Der schrieb ihn krank und schickte eine Probe ins Labor.

Das Ergebnis der Probe vom 3. Juni: Der Mann hatte sich im Urlaub mit den Affenpocken infiziert. Inzwischen sind seine Symptome jedoch abgeklungen, er gilt als genesen, heißt es vom Kreis Unna (alle News aus dem Kreis Unna auf RUHR24 lesen).

Das Gesundheitsamt konnte nur eine weitere Kontaktperson im Kreis Herne ausfindig machen. Die gute Nachricht: Im Kreis Unna sind bislang keine weiteren Fälle aufgetreten. „Das heißt, der Mann hat keine weiteren Personen im Kreis angesteckt“, heißt es aus der Pressestelle.

Affenpocken im Kreis Unna: RKI warnt vor häufigen Symptomen

Nach einer Infektion mit Affenpocken treten nach 5 bis 21 Tagen typische Symptome auf. Laut RKI sind das unter anderem:

  • Fieber
  • Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
  • Hautveränderungen (Pusteln) im Gesicht, auf Händen und Fußsohlen sowie im Genitalbereich

Solange diese Symptome auftreten, können die Patienten die Affenpocken auch über Körperflüssigkeiten weitergeben. In der Regel klingen die Beschwerden aber nach wenigen Wochen von alleine ab, heißt es vom RKI. Für Risikogruppen gibt es bereits den Impfstoff „Imvanex“.

Affenpocken im Kreis Unna: Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung „gering“

Experten gehen derzeit nicht davon aus, dass sich die Affenpocken in Deutschland ausbreiten. Das gilt auch für den Kreis Unna, sagt Amtsarzt Dr. Roland Staudt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Affenpocken im Kreis Unna schnell ausbreiten, ist gering.“

Die Ständigen Impfkommission empfiehlt Erwachsenen, die engeren Kontakt mit einem Infizierten hatten, eine Impfung gegen Affenpocken.

WHO und RKI warnen jedoch vor Affenpocken- und Corona-Infektionen auf Festivals und Partys. Noch diese Woche soll zudem der Notfallausschuss tagen.

Wer entsprechende Symptome bei sich entdeckt oder glaubt, Kontakt zu einer infizierten Person gehabt zu haben, der kann seinen Hausarzt aufsuchen, rät der Kreis Unna. Dieser kann auch einen Labortest anordnen. Ist dieser positiv, wird zudem gleich das Gesundheitsamt informiert und eine Isolation angeordnet.

Rubriklistenbild: © Andrea Männel/Andrea Schnartendorff/RKI/dpa

Mehr zum Thema