Bild: Michael Kappeler/dpa

Nach mehr als acht Jahren in deutscher Haft hat NRW einen sogenannten Gefährder nach Marokko abgeschoben. Bei dem Mann soll es sich um den Kopf der Düsseldorfer Al-Qaida-Gruppierung handeln.

  • Bereits vergangene Woche wurde Abdeladim E.-K. nach Marokko gebracht.
  • 2014 war er zu neun Jahren Haft verurteilt worden – nach drei Jahren in Untersuchungshaft.
  • Er ist bereits der siebte Gefährder aus NRW, der 2019 abgeschoben wurde.

Abdeladim E.-K. galt als Kopf der Düsseldorfer Al-Qaida-Gruppe. 2014 wurde er deshalb zu neun Jahren Haft verurteilt – unter anderem wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Deutschland. Jetzt hat NRW den sogenannten Gefährder nach Marokko abgeschoben.

Das teilte Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) laut dpa am Mittwoch (21. August) in Düsseldorf mit. Bereits vergangene Woche sei E.-K- direkt aus der Haft nach Marokko gebracht worden.

Abschiebungen sind oft schwierig

Damit ist er bereits der siebte Gefährder, den NRW 2019 abgeschoben hat. Zwar gehe die Landesregierung laut Stamp mit aller Härte gegen ausländische Intensivstraftäter vor. Einige Herkunftsländer wollten ihre Bürger aber nicht mehr aufnehmen. Oft seien auch fehlende Papiere ein Problem.

Insgesamt wurden 2019 bis Ende Juni bereits rund 3500 Menschen aus NRW abgeschoben. Damit entfiel bundesweit jede dritte Abschiebung auf das Bundesland. mit dpa-Material