Haselmaus ist wach

A45-Sperrung: Arbeiter im Vollschutz unter der Talbrücke Rahmede gesichtet

Nach dem Winterschlaf-Ende der Haselmaus haben am Montag (2. Mai) die Arbeiten unterhalb der Talbrücke Rahmede begonnen.

Lüdenscheid – Zwei Arbeiter mit Atemschutzmaske und mit Vollschutz waren mit die ersten am Morgen auf dem freigegebenen Baufeld unterhalb der maroden Talbrücke Rahmede. Mit einer überdimensionierten Bohrmaschine bohrten sie Löcher in die Brückenpfeiler, jedes etwa zehn Zentimeter im Durchmesser.

AutobahnA45
Länge257 km
BundesländerNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

A45-Sperrung in NRW: Arbeiten an maroder Talbrücke Rahmede haben begonnen

Die Bohrkerne kommen nun ins Labor. Sie werden vor allem auf Festigkeit überprüft, wie Susanne Schlenga von der Autobahn GmbH auf Anfrage mitteilte. „Je älter der Beton, desto fester ist er.“

Die Überprüfung des Betons dient bereits den Vorbereitungen für die Sprengung der Talbrücke Rahmede, die noch in diesem Jahr erfolgen soll. Anhand der Ergebnisse können die Sprengmeister zum Beispiel die benötigte Sprengstoff-Menge errechnen, um das 70 Meter hohe Bauwerk punktgenau zum Einsturz zu bringen.

Daneben werden die Bohr-Proben auch auf Inhaltsstoffe, zum Beispiel mögliche Schadstoffe überprüft, wie come-on.de berichtet.

A45-Brücke bei Lüdenscheid: Schlafende Haselmaus hatte Start der Arbeiten verzögert

Der Vollschutz der Arbeiter ist bei dieser Art der Bohrungen durch die starke Staubentwicklung vorgeschrieben. Die Erdarbeiten unterhalb der Brücke sollen im Laufe der Woche beginnen.

Die beauftragte Firma erhielt am Montag (2. Mai) Einweisungen durch die Umweltbaubegleitung der Autobahn GmbH. Wegen des Winterschlafs der Haselmuss waren die Arbeiten an der Talbrücke Rahmede im März gestoppt worden.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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