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A45-Sperrung: Autobahnabfahrt wird verlegt – doch es gibt noch Hürden

Durch die A45-Sperrung soll am Autobahnzubringer Lüdenscheid (Mitte) eine neuen Verkehrsführung für ein wenig Entlastung beim Umleitungsverkehr sorgen.

Lüdenscheid – Zur Erinnerung: Fahrzeuge, die auf der A45 aus Süden in Richtung Lüdenscheid weiterfahren wollen, sollen über die stadtnähere Abfahrt abgeleitet werden, die eigentlich dem aus Norden kommenden Verkehr vorbehalten ist, den es seit dem 2. Dezember nicht mehr gibt.

AutobahnA45
Länge257 km
BundeslandNordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern
BetreiberBundesrepublik Deutschland

A45-Sperrung: Autobahnabfahrt wird verlegt – doch es gibt noch Hürden

Bewerkstelligt werden soll dies durch eine Mittelstreifendurchfahrt zur anderen Abfahrt Lüdenscheid-Mitte. Fahrzeuge, die die Ausfahrt ansteuern und weiterfahren in Richtung Rosmart, Werdohl, Wettringhof oder zum Kostal-Werk, werden weiterhin wie gehabt die bisherige Ausfahrt nutzen. Für sie dürfte sich die Lage deutlich entzerren, wie come-on.de berichtet.

So weit der Plan, der nach einer Bürgeranregung aufgegriffen wurde. Seit Ende März ist indes mehr als ein Monat ins Land gegangen, ohne dass sich im Bereich der Auffahrt etwas getan hat. Immerhin aber vermeldet die Autobahn GmbH nun, dass die Planungsphase abgeschlossen sei und man an die Umsetzung gehe. Auch ein beauftragtes Unternehmen für diese Umsetzung gebe es bereits, das „zeitnah“ die Arbeiten aufnehmen solle.

A45-Sperrung: Planungen für Autobahnabfahrt schwerer als erwartet

Der Teufel steckt mitunter im Detail. So haben sich die Planungen zuletzt als nicht so einfach wie erwartet herausgestellt. Ein Stück der Mittelleitplanke zu entfernen und den Bereich einfach zu asphaltieren – das wäre zwar wünschenswert, aber nicht zielführend gewesen (mehr News aus NRW auf RUHR24).

Weil gerade durch den vermehrten Lkw-Verkehr eine hohe Belastung auf die Durchfahrt zukommt, kommt die Autobahn GmbH nicht umhin, ein richtiges Stück Straße zu bauen, das die Last tragen kann. Zum einen bedeutet dies, dass es mit einer einfachen Asphaltierung nicht getan ist, sondern dass ein Untergrund aufgebracht werden muss, der die Tragfähigkeit garantieren soll.

Zum anderen geht es aber auch darum, dass der Radius dieses neuen Kurvenstücks so bemessen sein muss, dass auch die Lkw diese Kehre problemlos nehmen können. Die Pläne und Skizzen sind inzwischen aber fertig, sodass es theoretisch losgehen könnte. An der A45 entsteht zudem noch ein anderes Projekt, welches für Lärmschutz sorgen soll.

A45-Sperrung: Neue Autobahnauffahrt birgt auch rechtliche Schwierigkeiten

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: den rechtlichen. Die neue Verkehrsführung muss konkret angewiesen werden von einer Straßenverkehrsbehörde. Die Straßenverkehrsbehörde – in diesem Fall eine eigene, aber andere Abteilung der Autobahn GmbH – plant den Verlauf, aber auch die Beschilderung. All dies unter Beteiligung der Rettungskräfte und der Polizei. Am Ende spricht die Behörde eine Anordnung aus, die im aktuellen Fall den Startschuss für die Umsetzung markiert.

A45-Sperrung sorgt für Stau in Lüdenscheid

Da es zeitnah an die Umsetzung und damit an die Erleichterungen für den Verkehr und seine Teilnehmer gehen soll, wird diese Anordnung nun zeitnah erwartet. Einen konkreten Baubeginn wusste die Autobahn GmbH in dieser Woche noch nicht zu benennen. Schadstoffmessungen, die der Fernsehsender SAT.1 NRW an der Lennestraße jüngst vorgenommen hat, belegen bereits, dass die Lennestraße inzwischen zu einem „Schadstoff-Hot-Spot“ geworden ist.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago