Ideale Route

A45-Sperrung in NRW: Lohnt sich die Umleitung – oder über die A3 Richtung Süden?

Die A45 bleibt bei Lüdenscheid in NRW gesperrt. Welche Umleitung ist die beste, wenn der Weg in den Süden führt?

Lüdenscheid – Die A45 ist die Route vom Ruhrgebiet in Richtung Süden. Urlauber und Pendler, die beispielsweise nach Bayern möchten, nehmen seit jeher die „Sauerlandlinie“, wie die A45 auch genannt wird. Seit dem 2. Dezember 2021 ist die Route jedoch unterbrochen. Die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid ist marode – kein Fahrzeug darf sie überfahren. Welche Route ist denn nun die schnellste, um nach Süden zu kommen?

BundeslandNRW
AutobahnA45
ThemaUmleitungen

A45 bei Lüdenscheid gesperrt: Spart die Umleitung Zeit ein?

Der Zustand der A45-Brücke bei Lüdenscheid beschäftigt seit Monaten die Menschen in NRW. Vor allem leiden die Bewohner der Sauerland-Stadt unter dem zugenommenen Verkehr. Eine Umleitungsstrecke führt teils nämlich direkt vor der Haustür vorbei – die sogenannte U16 beziehungsweise U39.

Straßen.NRW hat insgesamt drei Umleitungsstrecken eingerichtet. Die bereits erwähnte Umleitung durch Lüdenscheid wird als sogenannte Bedarfsumleitung geführt. So eine Ausweichstrecke wird offiziell eingerichtet, wenn auf der Autobahn nichts mehr geht. Zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid verläuft diese als U16 und U39.

Die Streckenführung der U16 verläuft von der A45 auf die L692, Heedfelder Landstraße (L561), Im Grund (L532), Altenaer Straße (L530), Lennestraße (L691), Werdohler Landstraße (L691), Brunscheider Straße (L655). Die U39 entsprechend umgekehrt.

A45-Brücke marode und gesperrt: Welche Umleitung ist die beste?

Wer diese Umleitung mit seinen insgesamt 14 Ampeln doch lieber meiden möchte, muss auf weiträumigere Umleitungen ausweichen. Der Nord-Süd-Verkehr soll über die A1/A3/A4 ausweichen. Eine andere Möglichkeit wäre die A44 bis Kassel und dann die A7 in Richtung Würzburg.

Welche Strecke ist denn nun die schnellste für den Autofahrer? Antwort: Das kommt auch auf den Startpunkt an. Ein Beispiel: Beim Startpunkt Dortmund zeigt Google-Maps zwei Routen nach Würzburg an. Die eine führt über die A45, über die Bedarfsumleitung durch Lüdenscheid und anschließend wieder auf die Sauerlandlinie bis Aschaffenburg. Danach geht es auf die A3 nach Würzburg. Ungefähre Dauer: 4 Stunden und 5 Minuten (gemessen: Donnerstag, 1. September, 14.30 Uhr).

Die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid.

A45-Sperrung in NRW: Unterschiedliche Routenvorschläge von Dortmund und Bochum

Der zweite Routenvorschlag führt über die A44 bis Kassel und anschließend über die A7 nach Würzburg. Hier dauert die Fahrt nur unwesentlich länger – 4 Stunden und 9 Minuten in der Summe (gemessen: Donnerstag, 1. September, 14.30 Uhr). Die Route über die A3 und Köln wird zunächst nicht angezeigt. Natürlich ist es jedem Autofahrer freigestellt, ob er oder sie doch diese Strecke nimmt.

Anders sieht es mit dem Startpunkt Bochum aus: Dort schlägt Google-Maps zum einen die A44-A7-Route vor (Dauer: 4 Stunden, 17 Minuten) oder die Route über die A43, auf die A1 und dann auf die A3 bei Leverkusen. Hier dauert die Fahrt 4 Stunden und 11 Minuten. Die Sauerlandlinie wird hier nicht vorgeschlagen (mehr News aus zum Verkehr bei RUHR24).

A45-Sperrung seit Dezember 2021: ADAC empfiehlt die A44 und A7

Welche Strecke ist denn nun die bessere? Der ADAC schlägt auf seiner Webseite vor: „Wer die Möglichkeit hat, sollte der Sperrung noch weiter ausweichen und über die A7 und die A44 fahren.“

Letztendlich entscheidet der Autofahrer selbst, welche Route gerade passt. Natürlich ist diese Entscheidung auch von der aktuellen Verkehrslage abhängig.

Rubriklistenbild: © Dieter Menne/dpa

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