Sauerlandlinie

A45-Brücke bei Lüdenscheid wird doch erst 2023 gesprengt – Versprechen gebrochen

Die Brücke an der A45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden.
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Die Brücke an der A45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden.

Seit fast einem Jahr ist die A45-Brücke bei Lüdenscheid gesperrt – im Dezember sollte sie gesprengt werden. „Dieses Jahr wird es nichts mehr“.

Lüdenscheid – Die ursprünglich für diesen Dezember zugesagte Sprengung der Talbrücke Rahmede an der zentralen A45 in Lüdenscheid wird definitiv auf 2023 verschoben. „Dieses Jahr wird es nichts mehr“, sagte ein Sprecher der Westfalen-Niederlassung der Autobahn GmbH am Freitag (11. November) auf DPA-Anfrage.

Sprengung der Rahmedetalbrücke an der A45 verzögert sich

Hintergrund seien Verzögerungen beim Ausschreibungsverfahren für die Sprengung. Zudem hätten sich die Grunderwerbsverhandlungen mit Eigentümern und Unternehmen im direkten Umfeld der maroden Brücke als komplex und schwierig erwiesen. Sie seien nun aber kurz vor dem Abschluss.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte eine Sprengung der Brücke noch 2022 versprochen. Als Datum war der 18. Dezember genannt. Es hatte aber in den vergangenen Wochen zunehmend Zweifel gegeben, ob dieser Termin zu halten ist.

Die Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes, Elfriede Sauerwein-Braksiek, hatte Ende Oktober von „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ gesprochen und einen Zeitplan binnen zwei Wochen angekündigt. Dieser wird nun für die kommenden Tage erwartet (mehr News aus NRW bei RUHR24).

A45-Brücke wird erst 2023 gesprengt – Umleitungen überlastet

Die Brücke an der deutschlandweit wichtigen Autobahn ist seit knapp einem Jahr bei Lüdenscheid voll gesperrt, die Nord-Süd-Achse an der Stelle unterbrochen. Der Umleitungsverkehr belastet vor allem Bürger und Wirtschaft in der Region erheblich. DPA

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