Nach Unfall in Mülheim

A40-Katastrophe: Spektakuläre Wendung um alkoholisierten Lkw-Fahrer

Ein Tanklaster steht unter einer Eisenbahnbrücke auf der A40 bei Mühlheim. Er brannte im September 2020 völlig aus.
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Der Tanklaster auf der A40 brannte völlig aus.

Nach dem verheerenden Brand auf der A40 im September 2020 wurde nun der wohl verantwortliche Lkw-Fahrer geschnappt. Er war fast ein Jahr lang untergetaucht.

Mülheim/Düsseldorf – Wochenlang war die A40 in Mülheim gesperrt, eine Eisenbahnbrücke musste zudem abgerissen werden: Die Folgen eines Lkw-Unfalls auf der A40 im September 2020 in Mülheim waren weitreichend. Jetzt wurde der wohl dafür verantwortliche Lkw-Fahrer aus dem Ruhrgebiet geschnappt, wie die Bundespolizei am Dienstag (24. August) mitteilt.

StadtMülheim an der Ruhr
AutobahnA40
Datum17. September 2020

A40-Katastrophe von Mülheim: Lkw-Fahrer nach einem Jahr aufgetaucht

Der 42-Jährige wurde am Montag (23. August) vor seiner geplanten Ausreise am Flughafen Düsseldorf in Richtung Antalya (Türkei) festgenommen. Seit seinem verheerenden Unfall war der Mann nicht mehr an seiner Wohnadresse in Essen aufgetaucht und für die Behörden damit verschollen.

Die A40 bei Mülheim-Styrum hat Ende Dezember eine neue Brücke bekommen.

Im Februar 2021 erließ das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr schließlich einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 42-Jährigen. Der Mann soll am 17. September 2020 alkoholisiert mit einem mit mehreren Tausend Litern Kraftstoff beladenen Tanklastzug die A40 in Mülheim an der Ruhr befahren haben (Hier weitere Unfall-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Lkw-Unfall auf A40: Sorgte Alkohol für schwere Katastrophe in 2020?

Durch einen alkoholbedingten Fahrfehler sei der Lkw dann in den Gegenverkehr geraten. Dabei trat Kraftstoff aus, der sich unmittelbar entzündete und für einen Großbrand sorgte. Die an der Unfall befindliche Eisenbahnbrücke wurde durch das Feuer schwer beschädigt und musste später abgerissen werden. Viele Züge durch das Ruhrgebiet mussten umgeleitet werden oder fielen aus.

Die A40 wurde in der Folge wochenlang gesperrt, weil auch der Asphalt in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Lkw-Fahrer aus dem Ruhrgebiet ein Jahr lang für Polizei nicht auffindbar

Für die Polizei war der Beschuldigte danach nicht mehr greifbar. Zwar habe er über einen festen Wohnsitz und auch familiäre Bindungen verfügt. An seiner Meldeanschrift in Essen hielt er sich seit dem Tag der Tat jedoch nicht mehr auf. Aufgrund der vorliegenden Tatsachen habe der Mann mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen, so die Bundespolizei. Daher wurde gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Nach der Festnahme durch die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf wurde der Beschuldigte dem zuständigen Haftrichter zur Verkündung des Haftbefehls vorgeführt.

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