Im September und Oktober

A3 in NRW: Am Wochenende droht das erste Stau-Chaos wegen Vollsperrung

Autofahrer müssen auf der A3 in NRW bald Geduld mitbringen. Abschnitte der viel befahrenen Autobahn werden in den kommenden Wochen mehrfach vollgesperrt.

NRW – Die A3 zwischen Köln und Frankfurt ist eine der wichtigsten Verkehrsadern – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Für den Schwerlastverkehr ist die Route von überregionaler Bedeutung. Doch das enorme Verkehrsaufkommen fordert seinen Tribut. In weiten Strecken ist die Autobahn so massiv beschädigt, dass sie jetzt saniert werden muss.

Bundesautobahn 3Abkürzung: A3
Gesamtlänge769 Kilometer
StraßenbeginnEmmerich-Elten
StraßenendeNeuhaus am Inn

A3 in NRW an drei Wochenende vollgesperrt – Stau-Chaos auf Verkehrsader droht

Deshalb sperrt die Autobahn GmbH die A3 in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden voll. Betroffen ist jeweils der Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Lohmar. In diesen Zeiträumen erfolgt die Vollsperrung:

  • von Freitag (17. September) 22 Uhr bis Montag (20. September) 5 Uhr
  • von Freitag (24. September) 22 Uhr bis Montag (27. September) 5 Uhr
  • von Freitag (1. Oktober) 22 Uhr bis Montag (4. Oktober) 5 Uhr

Wichtig für Autofahrer: Im Autobahnkreuz Bonn/Siegburg werden die Zufahrten von der A560 aus beiden Fahrtrichtungen auf die A3 in Richtung Oberhausen jeweils bereits ab 20 Uhr geschlossen. Eine Umleitung über die A560 und die A59 wird mit einem roten Punkt ausgewiesen (mehr News zu Verkehr und Unfällen bei RUHR24).

Vollsperrung der A3 in NRW im September und Oktober – Flut-Folgen erschweren Verkehrsumleitung

Da aufgrund der Vollsperrung mit Stau auf der A3 und der Umleitungsstrecke zu rechnen ist, werden Autofahrer gebeten, den Bereich an allen drei Wochenenden möglichst weiträumig zu umfahren. Dem Fernverkehr auf der A3 aus Würzburg kommend wird empfohlen, bereits ab dem Autobahndreieck Seligenstadt über die A45 bis zum Autobahnkreuz Olpe-Süd und dann über die A4 in Richtung Köln auszuweichen.

Für zusätzliche Probleme sorgen Folgen der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Denn die linksrheinisch verlaufenden Autobahnen A1 und A61 sind zwischen den Autobahnkreuzen Meckenheim und Kerben aufgrund der Unwetterschäden weiter gesperrt. Sie kommen als Alternativroute nicht infrage.

Das Hochwasser in NRW hat die A61 schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Die A3 wird zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Lohmar bereits seit 2019 von Grund auf saniert. Bislang wurden die Baustellen so angelegt, dass unter Einbeziehung des Standstreifens trotz der Arbeiten in beide Fahrtrichtungen jeweils drei Fahrspuren zur Verfügung standen.

A3 in NRW wird bereits seit 2019 saniert – „Vollsperrung jetzt alternativlos“

Doch das funktioniert nicht länger. Grund dafür ist der starke Schwerverkehr gepaart mit der erheblichen Mehrbelastung der vergangenen Wochen, ausgelöst durch die Flut-Folgen. Dadurch seien laut Autobahn GmbH insbesondere die Schäden in tieferen Straßenschichten vergrößert worden.

Mittlerweile erstrecken sich die Schäden in weiteren Bereichen über den Standspurbereich hinaus. Zwei Baustellenfahrspuren sind ebenfalls betroffen. „Um alle Fahrspuren offen halten und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten zu können, müssen die Schäden kurzfristig beseitigt werden. Die Vollsperrungen sind daher alternativlos“, begründet die Autobahn GmbH die anstehenden Sperrungen der A3 in NRW.

Die A3 ist seit vielen Jahren stark frequentiert und der Verkehr auf der Autobahn nimmt stetig zu. Zwischen 80.000 und 100.000 Fahrzeuge bewegen sich dort zum Teil pro Tag. Die A3 ist zwischen Köln und Frankfurt Teil des transeuropäischen Netzes und somit eine Transitstrecke und Hauptroute für den Schwerlastverkehr – er macht zurzeit einen Anteil von zwölf Prozent aus.

Rubriklistenbild: © Patrik Stollarz/AFP; Collage: RUHR24

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