Frau tot

Nach Horror-Unfall auf A3: Gutachter entdecken weitere schockierende Details an Lärmschutzwänden

Horror-Unfall auf der A3: Betonplatte begräbt Autofahrerin unter sich.
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Horror-Unfall auf der A3: Betonplatte begräbt Autofahrerin unter sich.

Nach dem tödlichen Unfall auf der A3 bei Köln kommen nun schockierende Details zu den Baumängeln ans Tageslicht. Weitere Tragödien hätten passieren können.

Update, Dienstag (17. November), 19.45 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall auf der A3 bei Köln, bei dem eine Betonlärmschutzwand auf das Auto einer Frau gestürzt ist und sie getötet hat, kommen schockierende Details ans Tageslicht.

Horror-Unfall auf der A3 bei Köln bringt schockierende Details ans Tageslicht

Wie der Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag (17. November) mitteilt, sei die Betonwand offenbar mit Absicht nicht regelkonform angebracht worden. Die Wand sei bereits bei der Montage in 2007 nicht fachgerecht angebracht worden. Straßen.NRW: „Die vorgefundene Konstruktion entspricht nicht der Ausführungsplanung.“

Schwachpunkt sei konkret eine angeschweißte Hammerkopfschraube in der Verankerung an der Oberseite der Lärmschutzplatte gewesen. Diese Konstruktion sei nicht geeignet gewesen, die Zugkräfte der Platte aufzufangen, so Straßen.NRW.

So sieht die fehlerhafte Konstruktion aus, die an der A3 in Köln zu einer Katastrophe geführt hat.

Schlimm: Diese Konstruktion wurde offenbar an sechs weiteren Lärmschutzplatten an der A3 montiert. Sie sollen nun schnellstmöglich ausgebaut werden, um weitere Katastrophen zu verhindern. Die Spuren, die an den entsprechenden Stellen an der A3 entlangführen, sind gesperrt.

A3/Köln: Betonschutzwand war fehlerhaft montiert - Frau stirbt bei Unfall

Als Grund für die fehlerhafte Montage vermutet Straßen.NRW fehlenden Platz. Nicht entdeckt wurde der Mangel offenbar, weil er laut Straßen.NRW an einer „unzugänglichen, nicht einsehbaren Stelle“ und ohne Demontage des Bauwerkes ohne Weiteres nicht kontrollierbar sei.

Zuletzt waren die betroffenen Lärmschutzwände im September 2013 kontrolliert worden - ohne Mängel zu finden. Sie seien laut Straßen.NRW schlicht nicht einsehbar gewesen. „Deshalb ist davon auszugehen, dass auch bei zukünftigen Prüfungen die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre.“

Straßen.NRW will fehlerhafte Lärmschutzwände an der A3 abmontieren

Straßen.NRW geht davon aus, dass nur an besagten sechs Lärmschutzplatten Gefahr bestehe. Dennoch will der Landesbetrieb ähnliche Bauwerke in NRW auf eine solche Konstruktion überprüfen. Auch in anderen Bundesländern sollen Lärmschutzwände nun auf solche Mängel überprüft werden, um eine weitere Katastrophe auszuschließen.

Update, Samstag (14. November), 11.48 Uhr: Köln – Der tragische Unfall auf der A3 am Freitag soll im NRW-Landtag aufgearbeitet werden. Die SPD-Fraktion hat für Mittwoch (18. November) eine Aktuelle Viertelstunde beantragt, in der die Landesregierung über das Unglück selbst und den Zustand der Lärmschutzwände vor Ort und in ganz NRW berichten soll.

Horror-Unfall auf der A3: Betonplatte begräbt Autofahrerin unter sich.

„Der tragische Tod der Autofahrerin macht uns alle fassungslos. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Opfers. Wir sind es ihnen schuldig aufzuklären, wie es zu diesem schlimmen Unglück kommen konnte. Gleichzeitig müssen wir ausschließen, dass weitere Gefahr von den Lärmschutzwänden ausgeht. Hier sind wir jetzt alle gefordert“, sagte Carsten Löcker, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, der dpa.

Tödlicher Unfall auf der A3 bei Köln: Feuerwehr konnte die Betonplatte inzwischen bewegen

Update, Freitag (13. November), 15.53 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall an der A3 werden auf dem Streckenabschnitt in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei Spuren gesperrt, um eine weitere Gefährdung auszuschließen. Das teilt der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit. Die Stützwände an dem Streckenabschnitt zwischen Kreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück werden einer Sonderprüfung unterzogen.

Update, Freitag (13. November), 13.00 Uhr: Wie die Feuerwehr Köln aktuell bekannt gab, konnte die Betonplatte inzwischen durch einen Kran bewegt und die tödlich verunglückte Fahrerin geborgen werden. Auch sollen inzwischen Statiker vor Ort sein, um die Lärmschutzwand an der A3 zu prüfen.

Erstmeldung, Freitag (13. November), 12.45 Uhr: Es ist der blanke Horror. Auf der A3 bei Köln-Dellbrück hat sich aus bislang ungeklärter Ursache eine tonnenschwere Betonplatte von der Lärmschutzwand gelöst und eine Frau in ihrem Auto unter sich begraben. Sie war sofort tot.

Unfall auf der A3 bei Köln: Betonplatte stürzt auf Auto

Das Unglück auf der A3 soll sich heute Vormittag gegen 10.15 Uhr ereignet haben. Warum sich die ein bis fünf Tonnen schwere Betonplatte gelöste hatte, ist noch unklar. Sie fiel jedoch frontal auf den Kleinwagen der Autofahrerin.

Derzeit läuft die Räumung der Unfallstelle. Außerdem sollen Experten jetzt klären, wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte. Sie untersuchen dafür mehrere hundert Meter der Betonwand, wie der WDR berichtet. Auch hat das Kriminalkommissariat 11 die Ermittlungen an der Unfallstelle aufgenommen.

Tödlicher Unfall auf der A3: Betonplatte begräbt Auto unter sich

Die A3 ist zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück in Richtung Oberhausen komplett gesperrt. Bis die Unfallursache geklärt ist, bleibt die Sperrung der NRW-Autobahn bestehen.

Auch die Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe sollen von dem Unfall betroffen sein. So hat die Polizei Köln nach eigenen Angaben den Verkehr der Straßenbahnlinien 3, 13 und 18 von und nach Köln-Holweide gesperrt. Es soll in Kürze ein Ersatzverkehr eingerichtet werden.

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