Rauchentwicklung

Nach Gefahrengut-Unfall auf A2 bei Hamm – Polizei hat einen Verdacht

Hamm Unfall a2
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Auf der A2 ist es zu mehreren Unfällen gekommen.

Auf der A2 haben sich am Donnerstag in Höhe Hamm mehrere Unfälle ereignet. Beide Fahrbahnen waren anschließend mit Braunkohle-Staub bedeckt.

Update, Freitag (17. Dezember), 11.15 Uhr: Die Polizei hat im Zuge der Ermittlungen nach dem Unfall auf der A2 bei Hamm einen Verdacht. Mutmaßlich könnte ein internistischer Notfall für den Unfall gesorgt haben.

Die Sperrung der A2 dauerte aufgrund der komplizierten Reinigung bis circa 2 Uhr. Dafür musste ein Spezialfahrzeug angefordert werden.

Update, Donnerstag (16. Dezember), 19.05 Uhr: Die A2 bei Hamm bleibt in Richtung Hannover wohl noch bis in die Nacht gesperrt. Nach Angaben der Polizei Dortmund waren bei Hamm-Rhynern ein Sprinter und ein Gefahrgut-Lastwagen kollidiert.

Unfall auf A2 bei Hamm: Strecke bleibt laut Polizei bis in die Nacht gesperrt

Der Lastwagenfahrer (59) aus Werl hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei die Spur wechseln wollen. Dabei war er mit dem Sprinter eines 53-Jährigen zusammengestoßen, der in die Betonwand gedrängt wurde. Verletzt wurde dabei niemand.

Der Lastwagenfahrer hatte den Zusammenstoß offenbar nicht bemerkt und setzte seine Fahrt über rund fünf Kilometer fort. Nach dem Unfall hatte sich an dem Silozug jedoch eine Klappe geöffnet, durch die sich Braunkohlestaub über die A2 verteilte. Die Polizei Dortmund geht davon aus, dass die Reinigungsarbeiten in Richtung Hannover noch bis in die Nacht dauern werden. Die Gegenfahrbahn ist wieder frei.

A2 bei Hamm nach Unfall länger gesperrt

Update, Donnerstag (16. Dezember), 14.23 Uhr: Die A2 bei Hamm bleibt in Richtung Hannover an der betroffenen Stelle wohl bis in die Abendstunden gesperrt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben aufgrund der nassen Wetterlage „erhebliche Schwierigkeiten, den Braunkohlestaub von der Fahrbahn zu entfernen“, so ein Sprecher der Polizei Dortmund gegenüber RUHR24.

Auch die Unfall-Ursache wird noch näher ergründet. Zwar hat sich aktuell der Verdacht bestätigt, dass der Tanklaster rund sieben Kilometer zuvor mit einem Pkw zusammengestoßen ist. Ob der Fahrer den Unfall bemerkt hat und bewusst Fahrerflucht begangen hat, oder nicht, ist allerdings noch unklar. Sein Lkw wurde aber offenbar so stark dabei demoliert, dass sein Fahrzeug nicht mehr fahrtüchtig war – und die Fracht auf der Fahrbahn verteilt wurde.

Auf der A2 sind mehrere Unfälle passiert.

Unfälle auf der A2 in NRW: Lkw verliert explosive Fracht

Erstmeldung, Donnerstag (16. Dezember), 12.50 Uhr: Auf der Autobahn A2 kam es zu mehreren Unfällen, die im Frachtverlust eines Lkw gipfelten. Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind aktuell damit beschäftigt, die Fahrbahn zu reinigen. Was war passiert?

Das Unglück passierte auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover in Höhe der Raststätte Rhynern bei Hamm: Gegen 10 Uhr ist einem Tanklaster der Reifen geplatzt. Umherfliegende Teile könnten den Tank des Lkw beschädigt haben – das Fahrzeug verlor seine Fracht, wie ein Sprecher der Polizei Dortmund gegenüber RUHR24 bestätigte.

Dabei handelt es sich um Braunkohlestaub, der beispielsweise in der Industrie verfeuert wird und so thermische Energie erzeugen kann. Allerdings ist der Rohstoff auch potenziell explosiv. „Auf der A2 gab es keinen Brand, die große Rauchentwicklung ist nur durch den Staub entstanden“, entwarnte der Sprecher weiter.

Vollsperrung der A2 nahe Hamm (NRW): Lkw könnte in einen anderen Unfall verwickelt sein

Dennoch mussten zeitweise beide Fahrspuren gesperrt werden. Die A2 in Richtung Oberhausen wurde mittlerweile aber wieder freigegeben, weil keine akute Explosionsgefahr besteht. Richtung Hannover sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch mit Reinigungsarbeiten beschäftigt.

Ursache des geplatzten Reifens könnte ein vorheriger Unfall sein, der sich nur wenige Minuten zuvor auf der A2 ereignet hatte. Dabei sei ein Pkw vom gleichen Braunkohlestaub-Transporter touchiert worden. Das Auto ist anschließend in eine Leitplanke gefahren. Der Lkw-Fahrer habe den Vorfall aber nicht weiter beachtet – ob absichtlich oder unbewusst, ermittelt nun die Polizei Dortmund.

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