Coronaschutzverordnung

2G-Regel in NRW: Wo im Einzelhandel gilt die Corona-Maßnahme – und wo nicht?

Wegen Corona gilt im NRW-Einzelhandel seit Anfang Dezember die 2G-Regel. Doch es gibt viele Ausnahmen. Einige sind überraschend.

NRW – Wer in NRW* in ein Geschäft möchte, muss seit dem 4. Dezember gegen Corona* geimpft oder davon genesen sein. Die 2G-Regel klingt einfach, doch sie ist es nicht wirklich. Es gibt viele Ausnahmen – nicht nur für Supermärkte. RUHR24* gibt eine Übersicht, wo im Einzelhandel 2G gilt – und wo nicht.

7-Tage-Inzidenz in NRW290,2 (Stand: 8. Dezember)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten14,46 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz4,62

2G-Regel im NRW-Einzelhandel hat viele Ausnahmen

Niedergeschrieben sind die aktuellen Corona-Regeln für den NRW-Einzelhandel in der Coronaschutzverordnung des Landes (PDF). Sie gilt seit dem 4. Dezember. Im Paragrafen 4 nimmt die Landesregierung Stellung zur 2G-Regel im Einzelhandel. Sie schreibt im Wortlaut vor, dass man in „Ladengeschäfte und Märkte mit Kundenverkehr für Handelsangebote“ nur noch gegen Corona geimpft oder davon genesen eintreten darf. Das wird auf den Social-Media-Kanälen des Landes kurz als „2G im Einzelhandel“ bezeichnet.

Gemeint sind damit im Grunde alle Geschäfte, die man laut den Juristen des Landes NRW nicht unbedingt für das tägliche Leben braucht. Dazu gehören zum Beispiel Modegeschäfte oder Elektromärkte. Doch es gibt eine lange Liste an Geschäften, die das Land für den täglichen Bedarf als wichtig einstuft und für die weder 2G noch 3G gilt. Und zwar:

  • Lebensmittelgeschäfte (Supermärkte),
  • Getränkemärkte,
  • Reformhäuser,
  • Babyfachmärkte,
  • Apotheken,
  • Sanitätshäuser,
  • Drogerien,
  • Optiker,
  • Hörakustiker,
  • Tankstellen,
  • Stellen des Zeitungsverkaufs,
  • Buchhandlungen,
  • Blumenfachgeschäfte,
  • Tierbedarfsmärkte,
  • Futtermittelmärkte,
  • Gartenmärkte,
  • der Großhandel

2G-Regel im Einzelhandel: Buchhandel nicht in allen Bundesländern „lebensrelevant“

Warum der Buchhandel oder Stellen des Zeitungsverkaufs als wichtig für das tägliche Leben eingestuft werden, erschließt sich vielen zunächst nicht. In Bundesländern wie Bayern hatte der Buchhandel in den vergangenen Monaten bereits den Status als „lebensrelevant“ verloren.

Entscheidend ist, wie hoch die Juristen der Länder den Stellenwert von Informationen für das tägliche Leben einschätzen. Einzuwenden gäbe es, dass Informationen und Bücher auch online beschafft werden könnten – was bei Lebensmitteln zwar auch geht, aber durchaus schwieriger ist.

Geschäfte mit einem Mischsortiment sind übrigens ebenfalls von der 2G-Regel in NRW ausgenommen, wenn sie überwiegend Waren verkaufen, die in der oben genannten Liste erhältlich sind. Auf die allermeisten Baumärkte in NRW trifft das nicht zu. Hier gilt in der Regel 2G.

2G-Regel in NRW: Ungeimpfte können Waren an Geschäften abholen

Eine Möglichkeit, trotz nicht vorhandener Impfung in NRW in allen Geschäften „shoppen“ zu gehen, gibt es allerdings immer noch: Das Abholen der Waren am Geschäft ist nach wie vor gestattet. Dafür dürfen Ungeimpfte aber das entsprechende Geschäft nicht betreten (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

In NRW gilt seit dem 4. Dezember wegen Corona die 2G-Regelung. Aber es gibt viele Ausnahmen.

Und für wen gilt die 2G-Regelung im NRW-Einzelhandel? Für alle Bürger ab dem 16. Lebensjahr – Ausnahmen gibt es nur für Menschen mit ärztlichem Attest. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren sind also von der 2G-Regelung ausgenommen – sie sind den immunisierten Personen gleichgestellt und müssen sich für den Eintritt in ein Geschäft auch nicht testen lassen. Sie müssen sich aufgrund der regelmäßigen Tests an Schulen* auch nicht zusätzlich auf Corona teste lassen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Keiter/RUHR24

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