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Die Polizei in Köln hat am Wochenende einen Autofahrer gestoppt, der mit 116 Vögeln unterwegs war – sie wurden unsachgemäß transportiert.

  • Polizei findet drei tote Vögel in Umzugskisten.
  • Kernbeißer, Stieglitze und Grünfinken wurden unsachgemäß transportiert.

Die Beamten in Köln waren am Montag (10. Juni) bei einer Verkehrskontrolle auf der A4 in Fahrtrichtung Niederlande auf den Mann gestoßen, der die vielen Vögel an Bord hatte.

Die 116 unter Naturschutz stehenden Vögel – darunter Kernbeißer, Stieglitze und Grünfinken – hockten in unbelüfteten Umzugskartons. Die Tierquälerei folgt einem unglaublichen Fall aus Leipzig, wo Vogel-Babys kürzlich lebendig eingemauert wurden – aber zum Glück überlebten.

Drei Vögel lagen tot in Kisten

Anders erging es manchen Vögeln bei der Kontrolle in Köln. Denn in den Umzugskisten machte die Polizei einen traurigen Fund. Drei der Wildvögel hatten den Transport nicht überlebt und lagen tot in den Kisten.

In den Umzugskartons, die sich im Fußraum des Autos befanden, entdeckte die Polizei in Köln am Ende 16 kleine Boxen mit Kernbeißern. Darunter befanden sich fünf weitere Boxen mit insgesamt 50 Stieglitzen und 34 Grünfinken.

Die Wildvogelstation in Rösrath nahm die teilweise verletzten Kernbeißer, Stieglitze und Grünfinken auf.

Die Polizei hat jetzt gegen den Fahrer und die Beifahrerin ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.