Bild: Sven Hoppe/dpa

Der BVB präsentiert aktuell einen Top-Transfer nach dem anderen. Beim FC Bayern herrscht Flaute. Doch das „FCB-Imperium“ schlägt zurück. Ein Kommentar.

  • Medien und Fans feiern den BVB aufgrund der getätigten Transfers.
  • Der FC Bayern scheint der öffentlichen Meinung nach zu schlafen.
  • Doch das Transferfenster ist noch zu lange offen, um konkrete Schlüsse zu ziehen.

Trotz der am letzten Spieltag verlorenen Meisterschaft, schlugen die BVB-Herzen nach Saisonende aufgrund der Transferaktivitäten des Klubs höher. Innerhalb von kürzester Zeit verkündete Borussia Dortmund die Transfers von Thorgan Hazard (26), Julian Brandt (23) und Nico Schulz (26).

BVB klotzt auf dem Transfermarkt – was machen die Bayern?

Im Juni gesellte sich auch noch Mats Hummels (30) hinzu. Borussia Dortmund bläst zum Angriff auf den FC Bayern München.

BVB-Berater Matthias Sammer. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Matthias Sammer. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Uli Hoeneß hat die Transferaktivitäten von Borussia Dortmund kommentiert. „Der BVB hat viele Spieler gekauft. Ob er sich verstärkt hat, sehen wir im Laufe der Saison.“

Auf den ersten Blick wirkt diese Aussage ein bisschen, wie ein Ablenkungsmanöver eines Vereinsbosses, der die Transfers des Konkurrenten mit Neid betrachtet. Voller Anerkennung sind hingegen die Aussagen der (Ex-)FCB-Spieler Thiago (27), Sandro Wagner (31) und Lothar Matthäus (58).

BVB-Berater Matthias Sammer (51) hat dem FCB-Boss allerdings recht gegeben. Gegenüber dem Sport Informationsdienst (SID) sagt Sammer: „Wer das sagt, der weiß, wie Fußball funktioniert.“

Hoeneß weiß, wie der Fußball funktioniert

Der FC Bayern München hat aktuell schon 118 Millionen Euro ausgegeben. Für viele Experten scheinen lediglich die Namen – Lucas Hernández (23), Benjamin Pavard (23) und Jann-Fiete Arp (19) – nicht groß genug zu sein.

Was man dabei jedoch nicht vergessen darf: Hernández, trotz einer Verletzung am Knie, und Pavard, trotz des Abstiegs mit dem VfB Stuttgart, kommen als amtierende Weltmeister mit der französischen Nationalmannschaft zum FC Bayern München.

Der FC Bayern München hat eine ganz große Stärke

Der FC Bayern hatte in den letzten Jahren immer eine große Stärke bewiesen. Sie holten sich gute bis sehr gute Spieler, die dann an der Säbener Straße zu Weltklassespielern wurden.

Die besten Beispiele – Gold-Steak-Liebhaber Frank Ribery (36) und BVB-Schreckgespenst Arjen Robben (35) – haben gerade ihre Zeit bei den Bayern beendet.

Mit Hernández und Pavard kommen zwei Spieler, die bei den Bayern einen Schub erleben und einen ähnlichen Weg gehen können. Kingsley Coman (23), Serge Gnabry (23), Leon Goretzka (24) und Joshua Kimmich (24) spielen schon an der Isar und haben unglaubliches Potential. Das Ziel ist ganz klar: Weltklasse.

Keine Mannschaft kann im August Meister werden

Borussia Dortmund hat mit Schulz, Brandt, Hazard und Hummels hervorragend eingekauft und mit Sicherheit an Qualität gewonnen. Doch Meister wird man weder im Juli, noch im August, noch an Ostern – sondern nach 34 absolvierten Bundesligapartien im Mai.

Was viele auch vergessen: Das Transferfenster ist noch bis zum 2. September geöffnet. BVB-Berater Sammer sagt dazu: „Der Markt ist überhitzt. Man muss im Leben auch warten können. Ich glaube sie (die Bayern, Anm. d. Red.) warten.“

Am Montag äußerte sich Karl-Heinz Rummennigge zur aktuellen Transfersituation beim FC Bayern München. „Am Ende des Tages werden wir eine Mannschaft haben, die in allen drei Wettbewerben mehr als konkurrenzfähig ist.“

Vorsicht BVB. Das FCB-Imperium wird zurückschlagen. Wohlmöglich auch noch auf dem Transfermarkt. Und erst recht in der Saison. Dieser Artikel entspricht der Meinung des Autors und gibt nicht unbedingt die Meinung der gesamten Redaktion wieder.