Verunreinigte Quellen

Mineralwasser im Öko-Test: Dieses bekannte Wasser enthält Schadstoffe

Sie stillen Ihren Durst gerne mit Mineralwasser? Nicht jedes Wasser ist so rein wie es auf dem Etikett versprochen wird.
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Sie stillen Ihren Durst gerne mit Mineralwasser? Nicht jedes Wasser ist so rein wie es auf dem Etikett versprochen wird.

Öko-Test prüfte 100 Mineralwässer, rund die Hälfte schneidet sehr gut ab, doch es finden sich auch verunreinigte Quellen. Ist Ihr Lieblingswasser betroffen?

  • Die einen schwören auf Leitungswasser*, die anderen bevorzugen in Flaschen abgefülltes Mineralwasser.
  • Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 100 Produkte geprüft - und weist in jeder fünften Quelle Verunreinigungen nach.
  • Darunter Pestizide, Nitrat und Uran. Vier getestete Medium-Mineralwässer fallen im Vergleich sogar mit den Noten "mangelhaft" und "ungenügend" durch.

Mineralwasser-Unternehmen bemängelt Testverfahren von Öko-Test

Update vom 16. Juni 2020: "Die Zeitschrift Ökotest hat in der aktuellen Juni-Ausgabe auch unser Mineralwasser Brohler Medium getestet und dies zu Unrecht aufgrund fehlerhafter Laboranalysen mit mangelhaft bewertet", meldete sich das Unternehmen Brohler Mineral- und Heilbrunnen GmbH nun bei der Redaktion. im Öko-Test wurde das Mineralwasser Brohler Medium mit "mangelhaft" bewertet.

Das Mineralwasser werde jedoch seit 2010 durch das Institut Romeis chemisch sowie mikrobiologisch untersucht. Proben vom 8. April 2020, die auf einen Gehalt an Süßstoffen im Spurenbereich untersucht wurden, haben demnach ergeben, dass der Gehalt jeweils unter der Bestimmungsgrenze des angewendeten Analyseverfahrens liege. Die untersuchten Proben weisen demnach keine Süßstoffbefunde auf.

Mineralwasser im Test: Was sind Süßstoffe - und sind sie wirklich unbedenklich?

Süßstoffe sind Substanzen, die einen süßen Geschmack erzeugen, jedoch so gut wie keine Kalorien liefern. Sie dürfen in Lebensmitteln nur eingesetzt werden, wenn sie vorher geprüft und zugelassen werden. In der Kennzeichnung von Lebensmitteln werden sie etwa als Cyclamat, Saccharin, Acesulfam K oder Aspartam bezeichnet.

Letzteres steht schon länger in der Kritik, nicht so unbedenklich zu sein, wie es von Seiten der Hersteller oft heißt. So soll der Süßstoff etwa gefährliche Nervengifte entwickeln, wenn er verstoffwechselt wird, wie Zentrum der Gesundheit berichteteGedächtnisverlust, Depressionen und sogar Blindheit soll Aspartam verursachen.

Laut Informationszentrale Deutsches Mineralwasser seien Süßstoffe jedoch unbedenklich. Hier heißt es: "Süßstoffe sind sehr gut erforscht und als Zusatzstoffe zu Lebensmitteln mit festgelegten, unbedenklichen Höchstmengen in der Europäischen Union und in Deutschland zugelassen."

Ursprüngliche Meldung: Öko-Test prüft 100 Mineralwässer auf Schadstoffe

Die gute Nachricht: 51 Medium-Mineralwässer schneiden im Test mit "sehr gut" ab, weitere 14 werden als gut eingestuft. Doch nicht alle der 800 anerkannten Mineralquellen Deutschlands, aus welchen das Mineralwasser im Supermarkt stammt, liefern reines Wasser.

Der Grund ist plausibel: Dringt Regenwasser durch den Boden und durch Gesteinsschichten bis zur Quelle vor, reichert es sich nicht nur mit Mineralien an: Auch Giftstoffe können so ins Wasser gelangen, darunter zum Beispiel Abbauprodukte von Pestiziden, Arsen und Bor. Öko-Test hat 100 Mineralwässer auf derartige Schadstoffe überprüfen lassen.  

Zu viele Schadstoffe: Bekanntes Mineralwasser mit Note 6

So wurden in 18 der geprüften Quellen zu hohe Schadstoffwerte nachgewiesen, darunter zu viel Nitrat, Bor, Uran und Abbauprodukte von Pestiziden. Folgende vier Mineralwässer sind deshalb mit den Noten "mangelhaft" und "ungenügend" laut Öko-Test nicht zu empfehlen:

  • Anhaltiner Bergquelle Medium mit "mangelhaft"
  • Brohler Medium mit "mangelhaft"
  • Naturpark Quelle Medium mit "mangelhaft"
  • Apollinaris Medium mit "ungenügend"

Folgende Medium-Mineralwässer zählen mit der Bewertung "sehr gut" zu den Testsiegern:

  • Adelholzener Sanft aus der Adelholzener Alpenquelle
  • Franken Brunnen Medium aus dem Franken Brunnen
  • Residenz-Quelle Medium aus den Bad Windsheimer Heil- und Mineralquellen
  • St. Leonhards Quelle Medium aus der St. Leonhards Quelle
  • Steinsieker Medium aus dem Brohler Mineral- und Heilbrunnen

Alle Öko-Test-Sieger finden Sie hier

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Mineralwasser: "Greifen Sie am besten zu Mehrwegflaschen"

In die Bewertung flossen zum größten Teil die Laborergebnisse in Hinblick auf gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe ein. "In den Laboren ließen wir die Mineralwässer auf problematische Inhaltsstoffe* wie Uran, Arsen, Bor, Vanadium und Nitrat untersuchen. (…) Höhere Nitratgehalte können dagegen auch auf einen Eintrag aus der Landwirtschaft hindeuten. Für Säuglinge geeignete Wässer ließen wir zusätzlich auf Radiumisotope prüfen. (…) Gab es Beeinträchtigungen der ursprünglichen Reinheit, haben wir Noten abgezogen", heißt es in der Veröffentlichung von Öko-Test.

Doch auch die Verpackung floss in das Gesamturteil ein. So haben wiederverwendbare Glasflaschen die beste Umweltbilanz weit vor recyclebaren Plastik-Einwegflaschen. Öko-Test rät: "Greifen Sie am besten zu Mehrwegflaschen. Die Glasflaschen werden bis zu 50 Mal wieder befüllt". PET-Mehrwegflaschen können bis zu 25-mal neu befüllt werden.

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jg / sca

Vorsicht: Diese sieben Ernährungsfehler sollten Sie bei Hitze tunlichst unterlassen

Immer wieder warnen Experten davor, im Sommer zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Die unangenehme Folge: Dehydrierung. Daher empfiehlt es sich, bei Temperaturen von mehr als 35 Grand nicht erst dann zu trinken, wenn man durstig ist. Schließlich verliert der Körper auch über den Schweiß sehr viel Flüssigkeit. Aber auch Mineralstoffe, welche Sie über Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Gurken oder Melone wieder aufnehmen können.
Immer wieder warnen Experten davor, im Sommer zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Die unangenehme Folge: Dehydrierung. Daher empfiehlt es sich, bei Temperaturen von mehr als 35 Grand nicht erst dann zu trinken, wenn man durstig ist. Schließlich verliert der Körper auch über den Schweiß sehr viel Flüssigkeit. Aber auch Mineralstoffe, welche Sie über Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Gurken oder Melone wieder aufnehmen können. © dpa/ Oliver Berg
Sie lieben scharfes Essen? Dann greifen Sie beherzt im Sommer weiter zu Chili, Pfeffer & Co. Zwar sind die Gewürze dafür bekannt, dass das darin enthaltene Capsaicin den Stoffwechsel anregt, dennoch kann es sogar dem Körper dabei helfen, abzukühlen. Beim Konsum wird dem Gehirn signalisiert, dass sich eine Hitzequelle (zum Beispiel die Schote) im Mund befindet. Daraufhin bringt es den Körper dazu, eine Kühlreaktion auszulösen.
Sie lieben scharfes Essen? Dann greifen Sie beherzt im Sommer weiter zu Chili, Pfeffer & Co. Zwar sind die Gewürze dafür bekannt, dass das darin enthaltene Capsaicin den Stoffwechsel anregt, dennoch kann es sogar dem Körper dabei helfen, abzukühlen. Beim Konsum wird dem Gehirn signalisiert, dass sich eine Hitzequelle (zum Beispiel die Schote) im Mund befindet. Daraufhin bringt es den Körper dazu, eine Kühlreaktion auszulösen. © dpa / Science/Linda Perry
Sie sitzen im Biergarten und bestellen sich ein kühles Bier? Dann sollte es besser die promillefreie Variante sein. Schließlich ist aus Studien bekannt, dass Alkohol stark dehydriert. -Aus diesem Grund rät die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bei Hitze auf Alkohol besser zu verzichten.
Sie sitzen im Biergarten und bestellen sich ein kühles Bier? Dann sollte es besser die promillefreie Variante sein. Schließlich ist aus Studien bekannt, dass Alkohol stark dehydriert. -Aus diesem Grund rät die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bei Hitze auf Alkohol besser zu verzichten. © dpa / Sina Schuldt
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Currywurst mit Pommes oder der Schweinebraten im Biergarten? Greifen Sie bei Hitze besser zu leichterer Kost wie einem leckeren Sommersalat mit Putenstreifen oder Feta. Schließlich kostet den Körper die Verdauung von fettreichem Essen sehr viel Energie. Die braucht er aber, um seine Temperatur zu regeln und einer Überhitzung vorzubeugen. Wer gerne grillt, packt lieber mehr Gemüse auf den Rost - oder wie wäre es mit Fisch? © dpa / Daniel Bockwoldt
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Wussten Sie, dass heiße Getränke wie Kaffee und Tee den Körper an heißen Tagen sogar abkühlt? Das haben jetzt Studien gezeigt. Doch der Effekt stellt sich nur bei regelmäßigen Kaffee-Trinkern ein. Wer Koffein dagegen nicht gewöhnt ist, wird auch die Effekte stärker zu spüren bekommen - inklusive Hitzewallungen, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit. © dpa / Friso Gentsch
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Zu viel Salz ist ungesund, das weiß jedes Kind. Doch zu wenig kann ebenfalls problematisch sein - besonders bei Hitze. Wenn es heiß ist, schwitzen wir schließlich automatisch mehr. Dabei gehen wertvolle Flüssigkeit sowie Mineralstoffe und Salze verloren. Wer zudem mehr Wasser trinkt, muss seinen Salz-Haushalt wieder ausgleichen, indem er ebenfalls mehr davon zu sich nimmt. Ansonsten drohen Kreislaufprobleme. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand
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Wenn es sehr heiß ist, ist der Durst zwar groß, aber der Hunger bleibt dagegen oftmals aus. Wir essen automatisch weniger. Dennoch sollten Sie morgens darauf achten, ein gesundes Frühstück mit Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Müsli mit Haferflocken oder Vollkornbrot hält den Blutzuckerspiegel stabil und Sie können sich über den Tag besser konzentrieren. Beides leidet oftmals bei hohen Temperaturen. © dpa / Ole Spata

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