Besonders effektive Zahnpflege?

Wer diese Zahnpasta verwendet, kann sein Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt senken

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Die richtige Zahnpflege schützt nicht nur vor Karies, Parodontose und Zahnausfall - auch das Herz profitiert.

Wer täglich die Zähne putzt, macht schon einiges richtig. Wer zudem eine spezielle Zahncreme verwendet, schützt Herz und Kreislauf, wie Forscher jetzt herausfanden.

  • Tägliches Zähneputzen verhindert die Entstehung von Karies.
  • Krankhafte Veränderungen im Mundraum wie Parodontose stehen in Zusammenhang mit der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Eine neuartige Zahncreme senkt einer Studie zufolge das Herzinfarkt-Risiko*.

Saubere Zähne und gesundes Zahnfleisch sehen nicht nur schön aus: Sie schützen auch vor Karies. Zudem konnten Mediziner bereits vor Längerem einen positiven Effekt auf das Herz nachweisen. Die richtige Mundhygiene umfasst nicht nur tägliches Zähneputzen – auch der weitgehende Verzicht auf Zucker*, in Form von Süßigkeiten oder Fruchtsaft, und der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt halten das Gebiss lange gesund. Die verwendete Zahncreme spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, wie US-amerikanische Forscher jetzt herausgefunden haben.

Neuartige Zahncreme reduziert Plaque - und soll so Herzinfarkt-Risiko senken

Eine neu entwickelte Zahncreme soll Plaque erkennen und Entzündungen im Mundraum reduzieren können. Das ist insofern wichtig, weil entzündliche Prozesse im Körper die Entstehung von Herzinfarkt und Schlaganfall* fördern. Mitarbeiter des College of Medicine der Florida Atlantic University, des Marshfield Clinic Research Institute und der University of Wisconsin School of Medicine and Public Health testeten eine plaque-reduzierende Zahncreme - mit positivem Ergebnis. Ihre Studie veröffentlichten sie im Fachblatt American Journal of Medicine.

Gegenstand der Studie war die Zahncreme Plaque HD®, die Plaque einfärbt und so sichtbar macht. Durch gezieltes Bürsten können die Ablagerungen dann entfernt werden. Um den Effekt zu testen, musste eine Gruppe Studienteilnehmer für 30 Tage mit der Plaque HD®-Zahncreme ihre Zähne putzen. Eine Vergleichsgruppe verwendete im gleichen Zeitraum eine nicht plaque-identifizierende Zahnpasta*. Im Anschluss wurde der Wert des C-reaktiven Proteins (hs-CRP) bei allen Teilnehmern gemessen. Je höher dieser Wert, desto höher das Risiko, an Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken, so die Studienautoren. 

Die Forscher stellten fest, dass die Plaque HD®-Zahnpasta den hs-CRP-Wert bei denjenigen Studienteilnehmern reduzieren konnte, bei welchen zu Beginn der Studie erhöhte Werte nachgewiesen wurden.

Im Video: Darum sollten Sie nicht direkt nach dem Essen Zähne putzen

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Bläuliche Verfärbungen zeigen an, wo noch Plaque anhaftet

Ob die neu entwickelte Zahncreme das Herzinfarkt-Risiko* tatsächlich langfristig senken kann, muss weiter erforscht werden. "Ob diese Plaque-identifizierende Zahnpasta Herzinfarkte oder Schlaganfälle vermindert, erfordert eine groß angelegte randomisierte Studie von ausreichender Größe und Dauer. Diese Ergebnisse liefern eine stärkere Begründung für die Durchführung solcher Studien. Bei einem positiven Ergebnis hätten die Ergebnisse dieser Studien erhebliche potenzielle Auswirkungen auf die klinische und öffentliche Gesundheit", zitiert das Portal Heilpraxisnet Studienautor Professor Dr. Charles H. Hennekens vom College of Medicine der Florida Atlantic University.

Die neu entwickelte Zahncreme ist bereits erhältlich. Eine erbsengroße Menge soll genügen, um Plaque sichtbar zu machen. Nach dem Putzen wird durch bläuliche Verfärbungen erkennbar, an welchen Stellen noch Plaque anhaftet. Diese Stellen sollten dann nochmal geputzt werden, um Ablagerungen so gut wie möglich zu eliminieren.

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Weiterlesen: Ohne oder mit Fluorid - So gefährlich ist der Inhaltsstoff in Zahnpasta.

jg

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.  
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.    © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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