Vorsicht bei Feinstaub an Silvester

Asthma und COPD: Rauch von Silvesterraketen kann die Atemwege reizen

Eine Feuerwerksrakete startet und verursacht dabei eine Rauchwolke (Symbolbild).
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Raketenrauch enthält Schadstoffe, die vor allem für Asthmatiker und Menschen mit COPD gefährlich sein können (Symbolbild).

Feuerwerk verursacht Feinstaub, der die Atemwege reizt und vor allem für Menschen mit Asthma und COPD gefährlich werden kann. Wie sich Betroffene schützen können.

Dessau-Roßlau – Die Neujahrsnacht zählt zu den Nächten mit der höchsten Feinstaubbelastung im ganzen Jahr, besonders in Städten und Ballungsgebieten. Die Ursache ist klar: Beim Zünden von Feuerwerk wird reichlich Feinstaub ausgestoßen. Neuen Berechnungen zufolge rund 2.050 Tonnen pro Jahr, wie das Umweltbundesamt mitteilt. Feinstaub schadet nicht nur der Umwelt, er ist auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit. Und zwar sowohl bei kurzzeitig hoher als auch bei langfristig erhöhter Belastung.

Vor allem bei Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD können die kurzzeitig erhöhten Feinstaubwerte an Silvester zu akuten Reizungen des Bronchialsystems* mit Husten und Atembeschwerden führen. Im schlimmsten Fall drohen sogar Asthmaanfälle. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) weist außerdem darauf hin, dass Feinstaub bei Asthmatikern das Risiko, zusätzlich an einer COPD zu erkranken, erhöht. Betroffene sollten an Silvester im Haus bleiben, die Fenster geschlossen halten und für den Notfall nötige Medikamente griffbereit haben. Mit dem Neujahrsspaziergang sollten sie warten, bis sich der Rauch verzogen hat. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.