Rat eines Experten

Negativzinsen könnten auch Sie schon bald betreffen - so wappnen Sie sich

Seitdem die Europäische Zentralbank höhere Strafzinsen verlangt, sieht es auch für durschnittliche Sparer schlecht aus.
+
Seitdem die Europäische Zentralbank höhere Strafzinsen verlangt, sieht es auch für durschnittliche Sparer schlecht aus.

Seit 2019 werden Sparer mit einem unangenehmen Thema konfrontiert: Immer mehr Banken erheben Negativzinsen. Ein Experte verrät, was sie jetzt tun können.

  • Mehr und mehr Banken erheben Negativzinsen.
  • Aktuell sind hauptsächlich vermögende Kunden betroffen.
  • Mittlerweile bekommen aber auch durchschnittliche Sparer vereinzelt die Auswirkungen zu spüren.

Im Spätsommer 2019 verbreitete sich eine Nachricht, die vielen Sparern einen eiskalten Schauer über den Rücken gejagt haben dürfte: Banken müssen seit dem 16. September 0,5 Prozent Strafzinsen auf ihre Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zahlen. Was hat das nun aber mit den normalen Sparern zu tun? Ganz einfach: Die Strafzinsen bekommen Bankkunden in Form von Negativzinsen zu spüren, die meist bei einem sehr hohen Betrag auf dem Konto fällig werden.

Vorwiegend betrifft es Personen mit einem Guthaben ab 100.000 Euro - doch auch diese Grenze ist bei einigen Instituten schon weiter nach unten gewandert. Wie Sie in dieser unglücklichen Situation Ihr Geld dennoch gewinnbringend anlegen können, verrät ein Experte.

Mehr und mehr Banken erheben Negativzinsen

Aktuell zieht der Negativzinsen-Trend an einem großen Teil der regulären Sparer noch unbemerkt vorüber. Die Entwicklung der letzten Monate zeigt allerdings, dass in Zukunft nicht alle glimpflich davonkommen werden. So spricht Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH von einer Vervierfachung der Zahl an Banken, die seit dem 16. September 2019 Negativzinsen* erheben. Konkret sollen Kunden von mindestens 61 Banken und Sparkassen betroffen sein. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahl weiter steigt.

Maier geht sogar noch weiter: "Nicht alle Banken veröffentlichen Negativzinsen in ihren Preisaushängen. Einige treffen stattdessen individuelle Vereinbarungen mit ihren vermögenden Kunden. Tatsächlich dürften also sogar deutlich über 61 Banken Negativzinsen verlangen." Dabei sollen bei zehn Banken bereits Kunden betroffen sein, die ein Guthaben von weniger als 100.000 Euro vorweisen können. Sechs Institute fordern hingegen Gebühren für ein Tagesgeldkonto, während zwei Banken Negativzinsen unabhängig von der Höhe des angelegten Betrags erheben.

Einen Vorteil haben Bestandskunden übrigens gegenüber Neukunden: Mit Ihnen müssen Banken eine Erhebung von Negativzinsen vorher abklären - zumindest ist das aktuell noch der Fall, verrät Maier.

Lesen Sie auch: Experte: Diese Bankgebühren sind so irre - Sie können Ihr Geld genauso gut wegwerfen.

So können Sie Ihr Geld gewinnbringend anlegen

Der Experte weist ausdrücklich darauf hin, dass Null- und Negativzinsen aktuell noch immer nicht völlig unausweichlich sind: "Zwar liegt die durchschnittliche Tagesgeldverzinsung bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro mit 0,03 Prozent nur knapp über der Nulllinie. Doch Top-Anbieter zahlen immerhin 0,35 Prozent. Wer sein Geld für zwei Jahre fest anlegen kann, erhält in der Spitze 1,1 Prozent Zinsen."

Eine andere Möglichkeit, sich höhere Renditen zu sichern, sei zudem die Investition in Aktien. Ein Schritt, der vielen oft zu heikel ist, doch Maier hat auch hier einen beruhigenden Ratschlag parat: "Wer in die Standardwerte des DAX investiert und seine Anteile mindestens 15 Jahre gehalten hat, musste noch nie Verluste hinnehmen und konnte sich im Schnitt über mehr als fünf Prozent Rendite pro Jahr freuen."

Auch interessant: Der Bankautomat spuckt kein Geld aus? Keine Panik! Das sollten Sie jetzt tun.

Video: Immer mehr Banken berechnen Negativzinsen

soa

Das sind die fünf lukrativsten Geldanlagen der Welt

Die eigenen vier Wände sind für viele Deutsche noch immer ein Lebenstraum, den es zu erfüllen gilt. Doch nicht nur für die Familienplanung, sondern auch als Investment in die Altersvorsorge. Besonders jetzt sind Immobilien so lukrativ wie noch nie: Schließlich ist der Leitzins seit Anfang 2017 auf seinem historischen Tiefstand. Und der Traum beziehungsweise ein Darlehen dadurch in greifbarer Nähe.
Die eigenen vier Wände sind für viele Deutsche noch immer ein Lebenstraum, den es zu erfüllen gilt. Doch nicht nur für die Familienplanung, sondern auch als Investment in die Altersvorsorge. Besonders jetzt sind Immobilien so lukrativ wie noch nie: Schließlich ist der Leitzins seit Anfang 2017 auf seinem historischen Tiefstand. Und der Traum beziehungsweise ein Darlehen dadurch in greifbarer Nähe. © pixabay
Kryptowährungen sind gerade in aller Munde: Bitcoin & Co. sind gerade so angesagt wie nie. Einst als dubioses Cybergeld aus dem Darknet verschrien, sind sie nun auch in der Realität angekommen. Mit Erfolg. Der Bitcoin-Kurs konnte bereits ein Allzeithoch erzielen, die 4.000-Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro) knacken - und machte bereits einige Investoren in kürzester Zeit zu Millionären. Allerdings ist der Kurs immer wieder starken Schwankungen unterworfen - daher sollten Sie sich des Risikos eines Tiefsturzes stets bewusst sein.
Kryptowährungen sind gerade in aller Munde: Bitcoin & Co. sind gerade so angesagt wie nie. Einst als dubioses Cybergeld aus dem Darknet verschrien, sind sie nun auch in der Realität angekommen. Mit Erfolg. Der Bitcoin-Kurs konnte bereits ein Allzeithoch erzielen, die 4.000-Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro) knacken - und machte bereits einige Investoren in kürzester Zeit zu Millionären. Allerdings ist der Kurs immer wieder starken Schwankungen unterworfen - daher sollten Sie sich des Risikos eines Tiefsturzes stets bewusst sein. © pixabay
Statussymbole wie Luxusuhren oder Oldtimer rücken immer mehr in den Fokus als weitere lukrative Geldanlagen. Darunter auch Wein. Schließlich kann ein edler Tropfen nach ein paar Jahren schon mal so viel wert sein wie ein 3er BMW. Laut der Londoner Finanzberatung Knight Frank ist der Wert von Wein sogar um 24 Prozent nach oben geschossen. Praktisch daran: Die Flaschen können Sie in Ihrem hauseigenen Weinkeller lagern.
Statussymbole wie Luxusuhren oder Oldtimer rücken immer mehr in den Fokus als weitere lukrative Geldanlagen. Darunter auch Wein. Schließlich kann ein edler Tropfen nach ein paar Jahren schon mal so viel wert sein wie ein 3er BMW. Laut der Londoner Finanzberatung Knight Frank ist der Wert von Wein sogar um 24 Prozent nach oben geschossen. Praktisch daran: Die Flaschen können Sie in Ihrem hauseigenen Weinkeller lagern. © pixabay
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern - verkaufen, wenn die Violinen spielen" - sagte einmal einer der reichsten Männer der Welt, der Bankier Carl Mayer von Rothschild. Wer es also gerne etwas risikoreicher mag, der sollte in Aktien investieren. Am besten ist es, wenn Sie mit Geld spekulieren, dass Sie entbehren können oder in nächster Zeit nicht unbedingt benötigen. Dadurch können Sie bei etwaigen Kursschwankungen cool bleiben - und werden am Ende für Ihr Durchhaltevermögen belohnt.
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern - verkaufen, wenn die Violinen spielen" - sagte einmal einer der reichsten Männer der Welt, der Bankier Carl Mayer von Rothschild. Wer es also gerne etwas risikoreicher mag, der sollte in Aktien investieren. Am besten ist es, wenn Sie mit Geld spekulieren, dass Sie entbehren können oder in nächster Zeit nicht unbedingt benötigen. Dadurch können Sie bei etwaigen Kursschwankungen cool bleiben - und werden am Ende für Ihr Durchhaltevermögen belohnt. © pixabay
Sicher, profitabel und man kann es sogar zuhause lagern: Der gute, alte Goldbarren gilt seit Menschengedenken als Investment von Wert. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich Gold, da es als stabil gilt. 2017 ist der Goldpreis auch wieder massiv angestiegen - und Finanzexperten glauben sogar, dass es weiter nach oben gehen wird.
Sicher, profitabel und man kann es sogar zuhause lagern: Der gute, alte Goldbarren gilt seit Menschengedenken als Investment von Wert. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich Gold, da es als stabil gilt. 2017 ist der Goldpreis auch wieder massiv angestiegen - und Finanzexperten glauben sogar, dass es weiter nach oben gehen wird. © pixabay

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.