Crossover-Stromer

VW ID.4 im Test: Viel Platz, exzellentes Fahrverhalten – doch die Start-Versionen sind leider teuer

Fahraufnahme eines gelben VW ID.4
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Den VW ID.4 gibt es mit zwei verschiedenen Akkupaketen – mit dem größeren sind bis zu 520 Kilometer Reichweiter drin.

Im Sommer startete Volkswagen seine elektrische ID-Familie mit dem kompakten ID.3 – jetzt rollt bald der Elektro-Crossover ID.4 zu den Kunden.

Wolfsburg – Weltweit betrachtet ist der VW ID.4 deutlich wichtiger als der VW ID.3 – der elektrische Zwillingsbruder des konventionell angetriebenen VW Golf. Der ID.4 soll als Mittelklasse-Crossover der Einstieg in die neue, schöne Elektrowelt der Wolfsburger sein. Optisch ist er gerade an der Front eng mit dem kompakten VW ID.3 verwandt, wobei der treu-liebliche Blick aus den LED-Augen vielen, aber nicht allen gefallen dürfte. Etwas selbstbewusster dürfte der neue Hoffnungsträger aus dem sächsischen Zwickau, der parallel auch in China und bald auch im US-amerikanischen Chattanooga vom Band laufen soll, durchaus dreinblicken. Denn der VW ID.4 ist ein richtig gutes Auto mit viel Platz im Innenraum, deutlich besserer Materialanmutung als beim kleinen Bruder und exzellentem Fahrverhalten, wie 24auto.de berichtet. Zwei seiner härtesten Wettbewerber kommen dabei aus dem eigenen Stall, denn nicht zuletzt Audi Q4 e-tron und Škoda Enyaq dürften dem VW ID.4 durchaus Kopfzerbrechen bereiten. Beide bieten die nahezu identische Technik, sehen aber besser aus.

Aus dem Stand sprintet der Elektro-Crossover in 8,5 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird allzu früh bei 160 km/h abgeregelt. Auf längeren Autobahnpassagen wird es daher zäh – auch weil das Elektromodell ab 140 km/h etwas müde wird und nicht denselben Tatendrang wie bei Geschwindigkeiten unterhalb der 100 km/h an den Tag legt. Angenehm niedrig ist das Geräuschniveau. Dafür sorgen umfangreiche Dämmmaterialien und der gute cW-Wert von 0,28. Der Preisunterschied zum jeweils vergleichbaren VW ID.3 liegt bei rund 7.000 Euro – heißt, der VW ID.4 startet Anfang kommenden Jahres mit der Pure-Edition bei rund 36.950 Euro. Noch in diesem Jahr sind die ersten Modelle der Startversionen ID.4 First und ID.4 First Max verfügbar, die deutlich besser ausgestattet jedoch 49.000 bzw. sogar 59.000 Euro kosten. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks