Gefährdete Fußgänger

Skandal am Zebrastreifen: Sind Fahrer teurer Autos besonders rücksichtslos?

Fußgängerüberweg in New York (Symbolbild)
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Verkehrs-Brennpunkt: der Fußgängerüberweg (Symbolbild)

Welche Autos halten am Zebrastreifen – und welche geben Gas? Ein ungewöhnliches Experiment in den USA liefert erschütternde Antworten.

Las Vegas (USA) – Bremst er? Bremst er nicht? Aber er sieht mich doch wenigstens, oder? So manchen Fußgänger, der den Zebrastreifen überquert oder zumindest mit dieser Absicht am Straßenrand steht, befällt angesichts eines zügig herannahenden Autos Zweifel. Die leider oft genug berechtigt sind. Die mangelhafte Bremsbereitschaft am Fußgänger-Überweg ist nun statistisch untermauert, wie 24auto.de* berichtet.

In Las Vegas schickten Reporter vier Fußgänger unterschiedlicher Hautfarbe und Geschlechts über Zebrastreifen. Das ernüchternde Ergebnis: Insgesamt nur 28 Prozent der 468 beobachteten Autos stoppten. Dazu bremsten die Autofahrer eher für die weiße Frau als für den schwarzen Mann. Noch bemerkenswerter: je teurer das Auto, desto weniger Rücksicht nahmen deren Fahre: Für jeweils 1.000 US-Dollar, die das Modell mehr wert war, sank die Brems-Bereitschaft um drei Prozent. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA