Elektromobilität

Neue Regeln für Plug-in-Hybride: Darum jammern die Autohersteller

VW Golf GTE, fahrend
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Reichweiten-Vorbild: Der Hybrid-VW Golf GTE schafft 70 elektrische Kilometer.

Die Umweltprämie fördert auch Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, einige nur dank einer absurden Sonderregelung. Die soll bald wegfallen – das hat Auswirkungen.

Berlin – Die Innovationsprämie („Umweltbonus“) für Plug-in-Hybride (auch PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle, genannt) ist durchaus umstritten: Schließlich ist nicht gesichert, dass diese Autos vor allem elektrisch unterwegs sind. Um für die Prämie berechtigt zu sein, muss das Hybridmodell bislang nur 50 rein elektrische Kilometer schaffen, die tatsächliche Reichweite liegt in der Regel ein paar Kilometer darunter. Zum 1. Januar verschärft der Gesetzgeber aber die Vorschrift: So sind künftig 60 E-Kilometer Pflicht.

Trotzdem werden weiterhin manche Autos mit Steuergeldern gefördert, die unter dieser Marke bleiben. Diese Hybrid-Modelle die sogenannte „50-Gramm-Regel“. Bleibt ein Auto bei der Emission von Kohlendioxid auf 100 Kilometer unter diesem Wert, erhält es die Förderung ebenfalls. Allerdings schaffen das nahezu alle Plug-in-Hybride. Ab Oktober 2022 gibt’s das Geld daher nur noch, wenn das PHEV tatsächlich 60 Kilometer elektrische Reichweite bietet. Ab 2024 soll die Grenze dann sogar auf 80 Kilometer angehoben werden. Die Autohersteller sind mit der Neuregelung allerdings gar nicht glücklich, wie 24auto.de berichtet: Sie fürchten um den Verkauf bestimmter Modelle. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA