Neuer Elektro-Crossover

Mercedes EQA: Vieles besser als beim EQC – doch hier muss der Stromer Abstriche machen

Fahraufnahme eines weißen Mercedes EQA
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Der Elektro-Crossover Mercedes EQA ist der kleine Bruder des EQC.

Nach dem wenig überzeugenden ersten Elektro-Crossover EQC legt Mercedes nun den EQA nach – doch eine Schwäche konnten die Ingenieure nicht ausmerzen.

Stuttgart – Der Mercedes EQA macht aus seinem Ansinnen keinen Hehl. Mit dem typischen EQ-Grill, den rundlichen Formen und den blauen Elementen zeigt der Elektro-Crossover unmissverständlich seine Zugehörigkeit zur Mercedes-Elektrofamilie. Der kleine Bruder des Debütfahrzeugs Mercedes EQC erreicht einen cW-Wert von 0,28. Das ist ein wichtiger Stellhebel, um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten. Ermöglicht wird dies unter anderem durch Luftleitsysteme am Unterboden. „Wir haben die Aerodynamik beim EQA komplett digital entwickelt“, erklärt Jochen Eck, Leiter Gesamtfahrzeugversuch Compact Cars. Damit sparten die Schwaben Geld, was im Ländle immer besonders gut ankommt, und verkürzten die Zeit zur Serienreife.

Außerdem hat man bei der Entwicklung des Mercedes EQA auf die Kunden gehört, wie 24auto.de berichtet. Die wünschten sich vor allem mehr Raum. Das liefert der Baby-EQC. Außerdem besinnen sich die Schwaben auf ihre Kernkompetenzen: darunter Komfort und Praktikabilität. Alles wunderbar. Doch der Mercedes EQA steht wie der EQC – und anders als der VW ID.4 – auf keiner reinen Elektro-Plattform. Auch wenn die MFA2-Plattform schon bei der Konzeption als Hybridarchitektur ausgelegt war, die sowohl für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch für Batteriefahrzeuge geeignet ist, bleibt sie gegenüber den rein elektrischen Plattformen immer ein Kompromiss, da zum Beispiel manche Verbraucher nicht ausschließlich für die Elektroversion konstruiert werden können. Bei der Entscheidung für MFA2 spielten Zeit und Geld eine Rolle. Deswegen sind beim EQA auch lediglich Voll LED-Scheinwerfer vorgesehen und kein Matrix LED-Licht. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks