Wohnungssanierung

Wohnungssanierung richtig planen: Auf was ist alles zu achten?

Renovierung, Wandfarbe
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Wohnung sanieren - erst planen, dann starten

Die optimale Sanierungsplanung legt den Grundstein für ein gelungenes Projekt. Ehe der passionierte Heimwerker überhaupt beginnt, sollte er abwägen: Welche Arbeiten kann er selbst vornehmen und für welche Leistungen beauftragt er besser einen Fachbetrieb. Wasser und Elektrik sollten grundsätzlich fachmännisch saniert werden, da es hier zu enormen Schäden mit Folgerisiken kommen kann. Ist der Sanierungsumfang bestimmt, stehen Überlegungen zur sinnvollen Reihenfolge an.

Auf die richtige Reihenfolge kommt es an

Was kommt zuerst? Wenn Durchbrüche und Abrisse geplant sind, sollten diese Rohbaumaßnahmen zuerst erfolgen. Im Anschluss gilt es, Stromleitungen und Wasserrohre zu erneuern. Sind bestimmte Elemente im Trockenbau geplant, stellen diese Arbeiten - zum Beispiel die Abhängung der Decke - den dritten Arbeitsschritt dar. Es folgen die Fußbodenvorbereitung, falls nötig, mit Ausgleich, und das Verlegen des Bodens. Die Wandgestaltung ist das Finish in der Sanierung und auch der letzte Schritt, der nach Beenden aller anderen Gewerke erfolgt.

Zweck und Kosten klar definieren

Um unnötige Kosten auszuschließen und das Sanierungsbudget im Blick zu behalten, sollte der Zweck der Arbeiten feststehen. Bei einer energetischen Sanierung geht man anders vor als bei rein ästhetischen Maßnahmen. Letztere kann ein begabter Heimwerker im Regelfall allein durchführen. Je älter eine Wohnung ist, desto höher ist der Aufwand und desto höher sind folglich die Kosten. Es empfiehlt sich, vorab zu kalkulieren und auf diesem Weg vor Baubeginn zu wissen, wie teuer die Wohnungssanierung wird.

Bei Eigenleistung und bei Handwerkerbeauftragung sind Vergleiche nötig. Bei umfangreicheren Maßnahmen holt sich der Bauherr am besten drei Angebote verschiedener Firmen ein. Soll selbst saniert werden, empfehlen sich Materialvergleiche. Bei schweren Speditionslieferungen können die Transportkosten einen nicht unerheblichen Kostenaufschlag ausmachen. Daher ist es auch hier ein Vergleich ratsam. Damit sich der Aufwand und die Investition lohnt, stehen Nachhaltigkeit und Qualität vor Schnäppchenangeboten.

Ist die Sanierung förderfähig?

Bestimmte Sanierungen können durch Fördermittel der KfW, der BAFA oder des Bundes günstiger werden. Wer energetisch oder barrierefrei umbaut, kann sich durch die Bezuschussung einen deutlichen Kostenvorteil sichern. Aber Achtung: Um Fördermittel zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Ebenso ist der Antrag vor Beginn der Baumaßnahme zu stellen. Bei energetischen Sanierungen muss der Bauherr ein Dokument vorlegen, dass er eine Energieberatung vom Experten in Anspruch genommen hat. Die meisten Förderprogramme können nur in Anspruch zu nehmen, wenn professionell durch eine Fachfirma saniert wird.

Eigenleistung oder Fachbetrieb? Entscheidend sind die eigenen Fähigkeiten

Mit entsprechenden Fähigkeiten kann sich die Eigeninitiative beim Sanieren lohnen. Doch unerfahrene Heimwerker sparen nur auf den ersten Blick Geld: Die entgültige Rechnung kann durch Bau- und Materialfehler teurer als gedacht sein. Wer eine Baufirma beauftragt, möchte seine Kosten so günstig wie möglich halten. Dennoch sollte ein zu günstiges Angebot Skepsis hervorrufen. Kein erfahrener Handwerker bietet seine Fachleistungen unter dem regulären Preisniveau an.

Bein Beauftragen einer Firma, empfiehlt sich die Angabe einer Obergrenze des Budgets. Auf diesem Weg haben die Handwerker die Möglichkeit, ihre Leistungen zu bieten und das Angebot im finanziellen Rahmen zu erstellen. Hinweis: Geförderte Sanierungsmaßnahmen erfordern eine Zertifizierung der beauftragten Gewerke und eine sachkundige Baubegleitung. Hier würde Eigenleistung dazu führen, den Anspruch auf Fördermittel zu verlieren.

Wann sollte eigentlich saniert werden?

Es gibt verpflichtende, und es gibt ästhetische Sanierungsmaßnahmen. Für die Elektrik, die Heizungsanlage oder die Rohrleitungen gilt: Sie sollten im Abstand von 20 bis 30 Jahren auf den aktuellen Stand der heutigen Zeit gebracht werden.