Keine Chance für Weihnachtsstress

Und nun einmal atmen und die Augen schließen – für mehr Achtsamkeit und Entspannung in der Vorweihnachtszeit 

Gestresster Weihnachtsmann: Tipps gegen Stress in der Vorweihnachtszeit
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Auch der Weihnachtsmann braucht mal eine Pause.

Jedes Jahr das immer wiederkehrende Problem: eigentlich freuen wir uns auf die bunten Lichter, Weihnachtsmärkte, das leckere Essen und Aufeinandertreffen mit Freunden und Familie. In Wirklichkeit löst aber der gesamte Dezember bei vielen nur Stress und Unwohlsein aus. Die AOK hat die passenden Ideen, wie man dem Ganzen etwas an Druck nehmen kann. 

Sind wir doch mal ehrlich: die Pandemie allein reicht schon, um unsere Ausgeglichenheit genug ins Schleudern zu bringen. Kommen dann aber noch das Überlegen und Einkaufen von Weihnachtsgeschenken, viel zu überfüllte Weihnachtsmärkte, der leider immer noch nicht vorbestellte Weihnachtsbraten dazu, entstehen wie von selbst Schweißperlen auf der Stirn. Und wollte man eigentlich nicht noch Plätzchen backen und schon mal den Baum aufstellen? Eine Studie der Universität Gießen bestätigt nun, dass der Stress rund um den Dezember eher die Regel statt einer Ausnahme ist. 

Sollte die Lebensqualität zu den Festtagen nicht steigen? In Wirklichkeit fällt sie, sagen Wissenschaftler. Habe ich genug Geld für die Geschenke gespart, kriege ich alle Termine unter einen Hut, bahnt sich womöglich gerade auch noch eine Erkältung an, habe ich an jeden gedacht – ist die eine Frage beantwortet, folgt unweigerlich die nächste. Der soziale Druck erhöht sich fühlbar. Doch wie schaffe ich es, gar nicht erst in die Stressfalle zu tappen und stattdessen die Besinnlichkeit in der Luft und die vielen Möglichkeiten angenehm zu erleben? 

Gerade bei der anherrschenden Coronalage sollte jeder Weg in die volle Innenstadt vermieden werden. Alternativen gibt es genug.

Mit Achtsamkeit durch die stressige Vorweihnachtszeit

Achtsamkeit lautet das Schlagwort. Und davon brauchen wir besonders in der Vorweihnachtszeit überdurchschnittlich viel, so die Experten der AOK. 

So simpel es auch klingt: Den Stress gar nicht erst entstehen zu lassen, lautet die Devise. Hier einige Anregungen, wie aus Stress Leichtigkeit wird: 

  • Aufgaben aufteilen: sich vorab überlegen, was Stress auslöst und eben diese Auslöser einfach mal auf alle Leute im Umfeld aufteilen. Mit Sicherheit haben auch die Kinder große Lust, den Weihnachtsbaum zu dekorieren. Die Geschwister kommen schon an Heiligabend vorbei und brauchen zuhause nicht aufzuräumen – aber dafür können sie vielleicht ein Dessert mitbringen. 
  • Weniger machen, dafür aber mehr genießen: statt fünf Kisten mit Weihnachtsdeko nur drei vom Dachboden holen, statt wöchentlich einen Christstollen zu backen, ihn dieses Jahr beim Bäcker kaufen, statt selbstgebastelten Weihnachtskarten lieber ein kreatives Grußvideo per WhatsApp – Traditionen sind schön, aber eben nicht immer umsetzbar. Es hilft, dies anzunehmen und sich von den weniger wichtigen zu verabschieden oder leichtere Alternativen zu suchen. 
  • Den Körper wahrnehmen: der Magen macht Theater, der Kopf glüht, Hitzewallungen kommen immer wieder, das Einschlafen fällt schwerer – spätestens jetzt sollte nicht zu immer stärkeren Tabletten gegriffen, sondern die Notbremse gezogen werden. Überflüssige Termine absagen und stattdessen lieber ein heißes Bad nehmen. Davon haben alle Beteiligten mehr. Versprochen. 
  • Geschenke in Klasse statt in Masse: natürlich soll und möchte niemand auf sein Päckchen verzichten. Aber die neuen Kopfhörer kann sich jeder im Januar auch selbst kaufen. Lieber das Budget minimieren, mit manchen ausmachen, dass wirklich nichts geschenkt wird und denen, denen man aber ohne Zweifel etwas kaufen möchte, nur ein Päckchen übergeben. Reicht völlig, spart Geld und macht die eine Überlegung auch viel besonderer. 
  • Das, was geht, schon früh von der „To Do“ abarbeiten: Seit wann haben Kaufhäuser nur im Dezember geöffnet? Stattdessen könnten schon im nächsten Sommerurlaub erste Dinge gekauft werden, wenn man den Beschenkten beim bloßen Sichten des Objekts direkt im Kopf hat. Weihnachtsdeko, -musik und Weiteres ist außerhalb der Saison sogar oft im Sale zu bekommen. Nur das Backen kann schwer vorverlegt werden. Aber dafür ist dann nächsten Dezember genug Zeit übrig. Und um auch in diesem Jahr noch Pausen dazuzugewinnen: Bis zum 15. Dezember sind alle Geschenke da. Die Wette gilt! 
  • „Nein“, ein starkes Wort: „Klar, bin ich dabei!“. Ein Satz, der viel zu oft fällt, weil man niemanden vor dem Kopf stoßen möchte. Dabei weiß jeder, dass der Dezember der ungünstigste Monat für reguläre Treffen ist. Stattdessen lieber einen Termin für Januar machen. 
  • Ein Fest der Liebe: Corona ist sowieso schon allgegenwärtig. Da entstehen täglich schon erdrückende und ermüdende Diskussionen und Nachrichten ganz von allein. Somit muss nicht noch zusätzlich über Politik, das Weltgeschehen, Geldprobleme und Krankheiten gesprochen werden – das Alles ist nämlich leider nach den Feiertagen auch noch da und kann auch dann noch beleuchtet werden. 
  • Atmen nicht vergessen: Es kostet nichts, es benötigt nichts. Einfach kurz hinsetzen, die Augen schließen und bewusst ruhig ein- und ausatmen. Den Atem wahrnehmen, spüren und hören, was um einen herum geschieht. Zwei Minuten genügen, um kurz im Hier und Jetzt anzukommen, zu überprüfen, wie man sich gerade fühlt und dann zu schauen, wohin es als nächstes geht. Die Augen schließlich mit einem Lächeln wieder öffnen. 
Das neue Lieblingsbuch, das schon viel zu lange nicht zu Ende gelesen werden konnte und heimelige Winteratmosphäre – genau das sollte man sich in der Vorweihnachtszeit an zwei bis drei Abenden gönnen.

Für ein wenig Unterstützung bietet die AOK Achtsamkeitskurse online an. Ganz besonders den Kindern und Jugendlichen von heute, deren Medienkonsum ins Unermessliche steigt, fehlt es oft an ruhigen Momenten zum Ausgleich. Auch für diese Altersgruppen hat die AOK kleine, aber effektive Kniffe parat. Alle Infos im Überblick >>