Vögel im Garten füttern

Meisenknödel ganz leicht selber machen und den Piepmätzen helfen

Meisenknödel selber machen: Hier gibt‘s die Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Da die Nahrung im Winter oft knapp ist, freut sich die Vogelwelt über Unterstützung in Form von Meisenknödeln und Co.

Dieser Basteltipp ist eine gute Sonntagsnachmittags-Beschäftigung für Eltern und Kinder – und hilft gleichzeitig den geflügelten Freunden im Garten, gut durch den Winter zu kommen.

Benötigtes Material für die selbstgemachten Meisenknödel:

  • Etwa 150 Gramm Fett (wie Rinder- oder Hammeltalg) pro Futterglocke. Talg ist zum Beispiel beim Metzger erhältlich. Man kann auch andere Fette ausprobieren, aber diese sollten bei Temperaturen von ca. 10°C bereits ausreichend aushärten. Bitte beachten: Zu weiches Fett kann zur Verschmutzung des Federgewands führen und den Vögeln dadurch schaden. Als pflanzliche Alternative kann man problemlos Kokosfett verwenden. Tierische Fette besitzen aber eine größere Energiedichte als pflanzliche und werden daher von Vögeln meist besser angenommen.
  • Rund 150 Gramm Körnermischung pro Futterglocke
  • Ein Stück Kordel
  • Je Futterglocke einen Zweig, der mindestens zehn Zentimeter länger beziehungsweise höher ist als der Topf.
  • Einen Tontopf mit rund zehn Zentimetern Durchmesser. Der Tontopf sollte am Boden ein kleines Loch haben.

Futterglocke / Meisenknödel selber basteln: Schritt für Schritt erklärt

  • Das Fett wird vorsichtig in einem Topf erwärmt. Jedoch nicht über den Schmelzpunkt erhitzen, da es sonst unangenehm riecht.
  • Wenn das Fett weich ist, die Futter- oder Körnermischung hinzugegeben. Je mehr Körner man in die Mischung gibt, desto lockerer wird sie, wenn sie kalt ist. Mit einem Schuss Speiseöl kann man verhindern, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.
  • Bindet die Kordel an das Stöckchen. Macht einen dicken Knoten, damit das Loch im Tontopf verschlossen wird, und zieht das Stöckchen mit der Kordel von innen durch das Loch. Damit die Vögel die Futterstelle besser anfliegen können, sollte das Stöckchen mindestens zehn Zentimeter aus dem Topf herausragen.
  • Wenn ihr eine Futterglocke bastelt, füllt das Futtergemisch in den Tontopf und lasst ihn auskühlen. Ansonsten könnt ihr das Gemisch auch zu Knödeln formen, solange es noch weich ist. Beim Formen arbeitet am besten gleich das Seil mit ein, mit dem ihr später die Meisenknödel aufhängen könnt.
  • Sobald Futterglocke oder Meisenknödel kalt sind, hängt sie an einen Platz, den ihr gut von eurem Fenster aus beobachten könnt. Das ist vor allem für Kinder oft ein tolles Erlebnis, wenn sie sehen, dass ihre selbstgemachten Futterstellen so gut ankommen. Der Platz sollte aber eher an einer schattigen Stelle sein, damit der Inhalt an sonnigen Wintertagen nicht zu warm wird.
  • Statt Glocken zu gießen oder Knödel zu formen, könnt ihr zum Beispiel auch die Masse direkt an Baumstämme streichen.

Und jetzt einfach mal drauf losbasteln – die Federfreunde im Garten werden es euch danken!