Was stimmt und wo ist gar nichts dran

Wie verändert Corona den Ausbildungsmarkt?

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Die Corona-Pandemie hat für Veränderungen in fast allen Lebensbereichen gesorgt. Sporttraining? Zwischenzeitlich verboten! Currywurst mit Pommes beim Imbiss? Ja, aber bitte draußen warten! Kein Wunder, dass sich Corona auch auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt auswirkt.

  • So hat sich der Arbeits- und Ausbildungsmarkt durch Corona verändert.
  • Manche Behauptungen stimmen, andere nicht. 
  • Viele Unternehmen suchen trotz Corona Azubis.

Wie wirkt sich Corona auf den Ausbildungsmarkt aus? Wir haben einige Thesen aufgestellt, die ihr vielleicht vermuten könntet, und sagen euch, was wirklich dran ist.

Wegen Corona haben die Betriebe kaum Ausbildungsstellen ausgeschrieben

Falsch! Viele Unternehmen haben noch Ausbildungsplätze zu besetzen. Und das sogar für einen Beginn noch in diesem Jahr! Auch für den bevorstehenden Herbst kommen beinahe täglich neu ausgeschriebene Stellen hinzu.

Falls wer einen Kampf um die Plätze fürchtet, dem sei gesagt, dass es statistisch gesehen für jeden Bewerber im Raum Dortmund sogar mehr als eine Stelle gibt. Natürlich unterscheidet sich die Situation je nach Branche enorm.

In diesem Jahr bin ich mit der Bewerbung eh zu spät dran

Nein, ihr habt auf jeden Fall noch eine Chance! Bedingt durch die Corona-Pandemie sind bei vielen Firmen wirtschaftliche Unsicherheiten entstanden. Dadurch lag oftmals auch die Suche nach neuen Azubis auf Eis.

Jetzt aber haben sich die Betriebe der neuen Situation angepasst und die Gewinnung geeigneter Nachwuchskräfte gerät – später als in den Vorjahren – wieder in den Fokus. Eben genau durch diese Verzögerung sind einige Stellen noch gar nicht vergeben, vor allem auch deshalb, da die Ausschreibung oft kurzfristiger erfolgt ist als in „normalen“ Jahren.

„Es ist ein Mythos, dass es keine Ausbildungsplätze in diesem Jahr gibt, Der Ausbildungsmarkt hängt stattdessen rund sechs bis acht Wochen in der Besetzung freier Stellen zurück. Der finale Endspurt am Ausbildungsmarkt wird sich daher in diesem Jahr nicht wie üblich im August abspielen, sondern auch in die Zeit der Nachvermittlung ziehen“, kommentiert Heike Bettermann, Chefin der Arbeitsagentur Dortmund, die Situation auf dem Ausbildungsmarkt.

Da Jobmessen und Ausbildungsbörsen abgesagt werden, fehlen mir Beratungsmöglichkeiten

Das stimmt nur zum Teil. Tatsächlich gibt es 2021 viele Online-Angebote zur Berufsberatung und auch erste Open-Air-Messen konnten schon wieder stattfinden. Grundsätzlich gilt: Wer Hilfsangebote benötigt und danach sucht, bekommt sie auch. Zum Beispiel initiieren die Handwerkskammer (HWK) Dortmund und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund ein Azubi-Speed-Dating via Telefon und Videochat.

Auch die Berater im Jugendberufshaus an der Steinstraße 39 in Dortmund stehen bereit, um telefonisch, per Mail oder bei Bedarf auch persönlich beratend zur Seite zu stehen. Auf www.jugendberufshaus-dortmund.de findet sich nicht nur ein Kalender mit Veranstaltungen, sondern auch eine Übersicht mit offenen Ausbildungsstellen für dieses Jahr, aber auch schon für 2022.

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