Plasmaspende

Eine kleine gute Tat mit großer Wirkung

Plasma spenden: Wie ist der Ablauf? Warum ist das wichtig?
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Warum sind Plasmaspenden so wichtig? Wie kann man spenden? Was muss man nach der Spende beachten? Diese und weitere Fragen beantwortet das Plasmazentrum Dortmund.

Ein fast normales Leben führen – das ist bei vielen Menschen mit Autoimmunerkrankungen nur dank regelmäßiger Plasmaspenden möglich. Hier erfahrt ihr alles rund um den Ablauf der Plasmaspende.

Am 19. Oktober feiert das Plasmazentrum Dortmund sein 15-jähriges Jubiläum. 15 Jahre, in denen es sich das Team an der Kampstraße 88-100 zur Aufgabe gemacht hat, möglichst viele Männer und Frauen zu einer Plasmaspende zu motivieren – denn die darin enthaltenen Antikörper sind essenziell, um Menschen mit Immundefekten ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen. 

Warum sind Plasmaspenden so wichtig?

Stellt euch vor, dass selbst ein kleiner Schnupfen dazu führt, dass ihr wochenlang im Bett liegt. Dass ihr jedes Mal Angst haben müsst, wenn jemand hinter euch niest, weil jede kleine Infektion euch aus der Bahn wirft. Dass ihr euch kaum noch in der Öffentlichkeit aufhaltet, weil die „normalen“ Keime des Alltags eine enorme körperliche Belastung darstellen.

So ergeht es tagtäglich ca. vier Millionen Menschen in Deutschland, deren Blutzellen nicht ausreichend Antikörper herstellen. Diese Menschen sind darauf angewiesen, dass sie Medikamente aus Blutplasma erhalten – und derartige Medikamente wiederum lassen sich nur produzieren, wenn genug Freiwillige Plasma spenden.

Gerade während der Coronapandemie ist die Zahl freiwilliger Spender stark zurückgegangen – der Bedarf ist jedoch weiterhin hoch.

Wer kommt für eine Plasmaspende in Frage?

Grundsätzlich kann jeder Mann und jede Frau über 18 Jahren Blutplasma spenden, wenn er oder sie gesund ist. Wichtig ist vor allem, dass das Blutbild in Ordnung ist also, dass der Spender etwa über ausreichend Immunglobulin-G (IgG) und Eiweiß verfügt – zudem dürfen keine HIV- oder Hepatitis B- und C-Infektionen vorliegen.

Während Schwangerschaft und Stillzeit darf kein Blutplasma gespendet werden.

Gibt es eine Altersgrenze für die Plasmaspende? 

Wer Blutplasma spenden möchte, sollte mindestens 18 Jahre alt sein. Die reguläre Obergrenze liegt bei 60 Jahren – eine Spende ist jedoch auch darüber hinaus möglich, wenn der Spender in guter gesundheitlicher Verfassung ist.

Darf ich Blutplasma spenden, wenn ich Corona hatte?

Ja, eine Coronaerkrankung ist kein Ausschlusskriterium für eine Blutplasmaspende. Die Infektion muss allerdings mindestens vier Wochen zurückliegen, bevor man wieder Plasma spenden darf. 

Was passiert beim ersten Termin im Plasmazentrum?

Beim ersten Besuch im Plasmazentrum wird der Spender zunächst zu Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme befragt. Anschließend werden essenzielle Gesundheitsdaten wie Blutdruck, Gewicht und Körpertemperatur erfasst. Zusätzlich erfolgt eine körperliche Untersuchung durch einen Arzt, um die Gesundheit des potenziellen Spenders festzustellen. Dem Spender wird außerdem eine kleine Menge Blut entnommen, um Hämoglobin-, IgG- und Bluteiweißwerte zu ermitteln. Außerdem erfolgt ein Screening auf HIV sowie Hepatitis B und C. Die Werte liegen nach etwa fünf bis sieben Tagen vor.

Außerdem wird ein Spenderpass für die papierlose Spende ausgestellt.

Wie ist der normale Ablauf der Plasmaspende?

  • Die Spender kommen in das von ihnen ausgewählte Plasmazentrum in ihrer Nähe. Vor der Spende sollten sie viel getrunken haben. Zudem sollten Spender nicht mit leerem Magen kommen.  
  • Bei jeder fünfzehnten Spende wird ein erneuter medizinischer Check durchgeführt, um gesundheitliche Risikofaktoren vor der Spende auszuschließen.
  • Der Spender wird punktiert, es wird also ein Venenzugang gelegt. Dann wird das Blut entnommen und es fließt über Schläuche in eine Glocke, wo es zentrifugiert wird. Das Blutplasma trennt sich somit von den restlichen Bestandteilen des Bluts und wird separat abgeleitet. Die festen Blutbestandteile werden wieder in den Körper des Spenders zurückgeführt.
  • Anschließend erhält der Spender intravenös eine Kochsalzlösung, damit keine Blutsubstanz verloren geht und damit einem Volumenmangel entgegengewirkt wird.
  • Nach der Plasmaspende gilt es, noch eine Zeit lang ruhig sitzen zu bleiben und zur Beobachtung im Wartebereich Platz zu nehmen. 
  • Am Tag der Spende sollte man den Arm nicht mehr belasten, keinen Sport treiben und keine schweren Gegenstände heben.
Darauf darf man stolz sein: Wolfgang Erwin Selig hat bereits über 400-mal Plasma gespendet.

Wie oft darf ich pro Jahr Blutplasma spenden?

Im Gegensatz zu Vollblutspenden, die bei Frauen nur viermal und bei Männern sechsmal pro Jahr möglich sind, können Blutplasmaspenden bis zu 60-mal jährlich erfolgen. Das liegt daran, dass bei der Blutplasmaspende keine Blutzellen verloren gehen.

Werdet auch Plasmaspender!

„Kommt gern für die Qualifizierung bei uns am Westenhellweg vorbei und werdet zum Lebensretter. Wir freuen uns auf euren Besuch!“, betont das freundliche Team von Plasma Service Dortmund.

Alle Interessierten sind herzlich zur Geburtstagparty am 19.10. in die Kampstraße 88 eingeladen! Warum ihr unbedingt vorbeikommen solltet? Weil das Programm einiges zu bieten hat: BVB-Maskottchen EMMA schaut für ein Fotoshooting vorbei, Radiomoderator Christopher Deppe sorgt für gute Laune und auch Vize Miss Germany Gina Rühl will auf die Bedeutung der Plasmaspende aufmerksam machen.

Neben langjährigen Spendern, die für ihr tolles Engagement geehrt werden, werden auch Patienten der Patientenorganisation für angeborene Immundefekte dsai e.V. vor Ort sein. Außerdem habt ihr vor Ort die Chance, einen E-Scooter und ein BVB-Trikot mit Originalunterschriften der Spieler zu gewinnen!

Spannende Gäste, großartige Gewinne – das solltet ihr nicht verpassen.

Das Team von Plasma Service Dortmund freut sich über jeden Freiwilligen, der Blutplasma spenden möchte.

Hier geht‘s zum Spendercheck >>

Weitere Infos und Kontakt:

Plasma Service Europe

Plasma Service Europe

Kampstraße 88-100

44137 Dortmund

info-pse@plasmaservice.de

Tel. 0231 95049-0

plasmaservice.de/dortmund