Schnurrbart für den guten Zweck

Movember: Setze ein Zeichen für Männergesundheit

Vater und zwei Söhne halten sich Schnurrbärte aus Pappe vor das Gesicht.
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Im „Movember“ machen Männer mit ihren Schnurrbärten auf Gesundheit und Vorsorge aufmerksam.

Hattest du schon mal einen Schnurrbart? Falls nicht, wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, dir einen stehen zu lassen. Im Rahmen der Aktion „Movember“ setzen Männer weltweit ein haariges Zeichen für ihre Gesundheit.

Der Name der Aktion „Movember“ setzt sich aus November und „Moustache“, dem englischen Wort für Schnurrbart, zusammen. Schon seit 2003 ruft die Movember Foundation e.V. Jahr für Jahr die Männerwelt damit auf, sich im November einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um auf Männergesundheit und die Wichtigkeit von Früherkennungsuntersuchungen aufmerksam zu machen.

Teilnehmer können sich auf der Aktionsseite registrieren und mit ihrem Schnurrbart ein sichtbares Zeichen für die Männergesundheit setzen. Natürlich auch außerhalb der Webseite. Auch Frauen können bei der Aktion mitmachen – es gibt viele entsprechende Bildfilter oder auch den „Schnurrbart am Stiel“, den sie sich beim Fotografieren vor das Gesicht halten kann.

„Movember“ schafft Aufmerksamkeit

Ein Schnurrbart im Gesicht fällt auf. Besonders dann, wenn bisher dort keiner zu finden war. Wer auf diese Verwandlung angesprochen wird, hat also die perfekte Gelegenheit, ganz offen über Männergesundheit und Vorsorge zu sprechen.

Die Aktion „Movember“ hilft also dabei, für Vorsorgeuntersuchungen zu sensibilisieren. Kein einfaches Thema in der Männerwelt. Denn nur wenige nehmen diese regelmäßig in Anspruch.

Vorsorge kann Männerleben retten

Bei vielen gilt nämlich das Motto: Wenn es mir keine Probleme bereitet, muss ich mich auch nicht darum kümmern. Häufig wird davon ausgegangen, dass ein wenig Sport und gesunde Ernährung völlig ausreichend seien. So wird der Check-Up beim Arzt immer wieder aufgeschoben. Manchmal sogar soweit, dass es zu spät ist.

Und da kommt der Schnurrbart ins Spiel. Die „Movember“-Aktion soll Männer ermutigen, ärztliche Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Denn insbesondere bei Krebserkrankungen können diese Heilungschancen deutlich erhöhen.

Krebs früh erkennen

Mit rund 60.000 neuen Fällen pro Jahr ist Prostatakrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Mit jährlich 4.000 Neuerkrankungen ist Hodenkrebs bundesweit sogar die häufigste Art von Krebserkrankung unter jungen Männern im Alter zwischen 25 und 44 Jahren.

Oft ist es Scham, die Männer davon abhält, sich untersuchen zu lassen. Dabei sind im Falle von Prostatakrebs die Heilungschancen sehr gut, wenn er früh erkannt wird. Die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei über 90 Prozent. Bei Hodenkrebs liegt sie sogar bei 100 Prozent, wenn frühzeitig gehandelt wird.

Die Gesundheit selbst in die Hand nehmen

Der Arztbesuch kann Männern mit seinem umfangreichen Vorsorgeangebot eine starke Hilfestellung geben. Was man dort lernt, den eigenen Körper - insbesondere den Genitalbereich - selbst untersuchen zu können.

Einmal im Monat sollten Männer ihre Hoden abtasten. Die regelmäßige Selbstuntersuchung ist nämlich die beste Vorsorge. Das Abtasten sollten sich Jungs schon in der Pubertät zur Routine machen, denn Männer kennen ihre Hoden selbst am besten und bemerken Ungewöhnliches. 

Auch die AOK feiert „Movember“

Bist du bereit für den Oberlippenbart? Dann setz gemeinsam mit deiner AOK ein Zeichen für Männergesundheit. Ob in den sozialen Medien oder im echten Leben - jeder Schnurrbart hilft. Übrigens kannst du auch ohne Moustache mit einer Spende viel bewirken.

Im Rahmen des „Movember“ bitten Oberlippenbartträger zum Beispiel im Bekannten- und Freundeskreis um Spenden oder starten einfach selbst eine Spendenaktionen zugunsten der Erforschung und Vorbeugung von Prostata- und Hodenkrebs sowie von Depressionen und Suizid.