Elektrischer SUV mit Charakter

Opels neues Gesicht ist elektrisch

Der Mokka-e ist das neue Aushängeschild aus dem Hause Opel.
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Der Mokka-e ist das neue elektrische Aushängeschild aus dem Hause Opel.

Der Opel Mokka-e will die Zukunft der Traditionsmarke sein. Wie er sich dabei schlägt, wollen wir bei einer Testfahrt herausfinden.

Mit einem Einstiegspreis von 24 540 Euro – alle Umwelt-Prämien bereits eingerechnet – will Opel Elektrofans auf seine Seite ziehen.

Der neue Mokka-e ist nicht nur das erste elektrische SUV aus Rüsselsheim, sondern enthüllt auch das neue Markengesicht. „Opel Vizor“ nennt sich die frische Optik.

Einen Opel erkennt man künftig an einer dunklen Spange, an deren Rändern sich die Scheinwerfer befinden. Das Tagfahrlicht in L-Form bringt klare Linien in den ansonsten freundlichen Auftritt des Fahrzeugs.

Dass Opel bei der optischen Erneuerung seiner Flotte ein SUV vorausschickt, ist nur logisch, schließlich verzeichnet die Kategorie „SUV und Geländewagen“ rund ein Drittel aller Neuzulassungen.

Wie fährt sich der neue Opel Mokka-e?

Doch wie fährt sich Opels neuer Crossover? Die Testfahrt startet beim Autohaus Wilhelm Jonas am Massener Hellweg in Unna. Lautlos rollt der Mokka-e los.

Den neuen Opel Mokka-e kann man beim Autohaus Jonas in Unna und Werl Probefahren.

Im Stadtverkehr benimmt er sich angenehm unaufgeregt. Es braucht allerdings ein paar Minuten, bis sich der Fahrer an den kleinen Wahlhebel in der Klavierlack-Mittelkonsole gewöhnt hat.

Auf der Landstraße macht sich die straffe Federung bei größeren Schlaglöchern zwar bemerkbar, dafür bleibt der Rüsselsheimer auch bei zügiger Kurvenfahrt souverän.

Mokka-e: Was bringt er unter der Motorhaube mit?

100 Kilowatt (136 PS) leistet der Elektromotor. 260 Newtonmeter ziehen an den Vorderrädern. Das bringt den Mokka-e in 8,5 Sekunden auf Tempo 100. Die stufenlose Beschleunigung eines Elektrofahrzeugs ist immer wieder beeindruckend – falls man gerade von einem Verbrenner umgestiegen ist. 

Auf der Autobahn ist allerdings bei 150 km/h Schluss, was aber durchaus reicht, um im Verkehr mitzuschwimmen. Bei dieser Geschwindigkeit riegelt das Elektroauto ab, damit die Reichweite nicht schlagartig sinkt. Die gibt der Hersteller mit 313 Kilometern (WLTP) an. Der Verbrauch liegt zwischen 17,4 und 18,0 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer (ebenfalls laut Hersteller). Das Auto selbst stößt keinerlei Kohlendioxid aus.

Plug-in-Hybrid / Crossover von Opel

Seine Energie speichert Opels Crossover in einer 50-kwh-Batterie, deren Zellen sich über den Fahrzeugboden und den Platz unter der Rückbank verteilen. An einer Schnell-Ladestation dauert es rund 30 Minuten, bis der Akku von 20 Prozent auf 80 Prozent geladen ist. Unser Testwagen verfügt über die Top-Ausstattung Ultimate. An einer Wallbox lädt er dreiphasig mit 11 Kilowatt (kW), die Einstiegsvariante nur einphasig mit 7,4 kW.

Beim Mokka-e setzen die Ingenieure auf die CMP-Plattform des PSA-Konzerns, dem Opel seit 2017 angehört, statt auf GM-Technik. Das moderne Baukasten-Prinzip erlaubt es Opel, das Fahrzeug gleichzeitig als Elektro- und Verbrennervariante auf den Markt zu bringen.

Der neue Mokka kommt dynamischer daher als sein Vorgänger, der ausschließlich mit fossilen Brennstoffen befeuert werden konnte. Und optisch ein wenig behäbig wirkte. Der frische Crossover ist flacher und breiter. 

Mokka-e kleiner, jedoch mit ausreichend Platz im Kofferraum

Doch die neue Schnittigkeit fordert auch ihren Tribut. Mit 4,15 Metern fällt der neue Mokka-e 13 Zentimeter kürzer aus als die Erstauflage. In der ersten Sitzreihe merkt man davon nichts, Doch Front und Kofferraum fallen natürlich kleiner aus. Hinter der Heckklappe finden sich aber immer noch 350 Liter Raum für Gepäck beziehungsweise 1060 Liter bei umgeklappter Rückbank. 

Der neue Opel Mokka-e kann sich sehen lassen.
Im Cockpit ersetzen zwei große Bildschirme alle klassischen Instrumente. Opel nennt das “Pure Panel”.

Das Cockpit ist aber eine echte Offenbarung im Vergleich zum Vorgänger. Dominantes Element ist eine horizontal verlaufende Informationstafel, „Pure Panel“ genannt. Die zwei zusammengesetzten Displays ersetzen alle klassischen Instrumente.

Im Test funktioniert das ausgezeichnet. Als Fahrer hat man alle wichtigen Dinge direkt auf dem 12-Zoll-Digitaltacho im Blick, während sich die Nebensächlichkeiten auf dem 10-Zoll-Display über der Mittelkonsole abspielen. Das ist alles nahezu unerhört chic.

Trotz großer Bildschirme: Klimaautomatik und Heizung haben im Mokka-e weiterhin ihre eigenen physischen Knöpfe.

Auf echte Knöpfe für Radio-Lautstärke, Klimaanlage oder Heizung hat Opel dennoch nicht verzichtet. Sie bleiben „blind“ bedienbar.

Welche Fahrassistenzsysteme bringt der Opel Mokka-e mit?

Beim Thema aktive Sicherheit steckt im Mokka-e so ziemlich alles, was Opel derzeit zu bieten hat. Angefangen bei den intelliLux-LED-Scheinwerfern, die stets für die optimale Ausleuchtung sorgen, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Verkehrsschild- und Spurhalte-Assistent sind ebenfalls an Bord.

Der neue Mokka erkennt sogar Fußgänger und bremst automatisch ab, wenn die Gefahr einer Kollision droht. Die Rückfahr-Kamera mit 180-Grad-Ansicht möchte man nicht missen.

Alles in allem hat Opel mit dem neuen Mokka-e ein rundes Paket geschnürt, dessen klare Optik durchaus zu gefallen weiß.

Weitere Infos und Kontakt:

Autohaus Wilhelm Jonas GmbH

Massener Hellweg 44 - 46

59427 Unna

Telefon: 02303 5590

www.auto-jonas.de