Infos aus dem Finanzamt

Höhere Pauschalen bei Umzug für den Job

Junges Paar mit Umzugskartons
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Grund zur Freude: Ein Umzug für den Job kann steuerliche Vorteile bringen.

Wer berufsbedingt die Wohnung wechselt, hat gute Chancen, dadurch seine Einkommensteuer zu reduzieren. 

„Neben größeren Posten wie zum Beispiel Maklerkosten, Fahrtkosten oder Kosten für die Spedition, die einzeln belegt werden müssen, ist zusätzlich ein Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten absetzbar“, erklärt Julia Jirmann vom Bund der Steuerzahler.

Aktuell hat das Bundesfinanzministerium neue Umzugspauschalen veröffentlicht, die bereits für Umzüge ab 1. April 2021 gelten. Maßgeblich ist dabei der Tag, vor dem die Umzugskisten und Möbel eingeladen werden.

Was man beim Umzug für den Job absetzen kann

Wer jobbedingt umzieht, kann zunächst eine Pauschale von 870 Euro ansetzen. Für jedes weitere Haushaltsmitglied - zum Beispiel Ehepartner, Kinder, Stief- oder Pflegekinder, kann ein Betrag von jeweils 580 Euro hinzugerechnet werden.

Wer umzieht, aber bislang keine eigene Wohnung hatte oder nicht in eine eigene Wohnung zieht, kann bei einem Wohnortswechsel zumindest eine Pauschale von 174 Euro geltend machen. Voraussetzung ist, dass der Umzug aus beruflichen Gründen erfolgte.

Nicht nur die Wegstrecke ist entscheidend

Dabei kommt es nicht auf die Wegstrecke an, die durch den Umzug zum Arbeitsplatz eingespart wird, sondern auf die geringere Fahrtzeit: Wer durch den Umzug täglich rund eine Stunde weniger für den Weg zur Arbeit benötigt, kann die Pauschalen geltend machen.

Benötigen Kinder aufgrund eines möglichen Schulwechsels Nachhilfeunterricht, sind auch diese Kosten steuerlich absetzbar. Bis zu 1160 Euro pro Kind können berücksichtigt werden.