Geteilte Gebühr

Maklerprovision: Welche Regeln gelten?

Makler zeigt Paar eine Immobilie
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Durch das neue Maklergesetz gibt es Änderungen für die Maklerprovision.

Wer seine Immobilie verkaufen will, kann sich entweder selbst um alles kümmern. Oder es wird ein Makler eingeschaltet. Das allerdings kostet Geld. Wer zahlt die Maklerprovision?

Makler bekommen für ihre Dienste Provisionen von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises. Bisher waren es in der Regel die Käufer, die diese Summen ganz oder teilweise zahlen mussten, selbst wenn sie den Makler gar nicht beauftragt hatten.

Entlastung durch das Makler-Gesetz

Mit dem neuen Makler-Gesetz, das seit Ende vergangenen Jahres gilt, werden sie etwas entlastet. Jetzt müssen Käufer nur noch maximal für die Hälfte der Provision aufkommen, den Rest zahlt der Verkäufer. Neu ist auch: Jeder Maklerauftrag muss in Textform abgeschlossen werden.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fand in einer aktuellen Studie heraus, dass Käufer damit tatsächlich einiges sparen. Während sie bundesweit 2020 im Schnitt noch fünf Prozent für den Makler zahlten, sind es jetzt nur noch 3,5 Prozent.

Maklerprovision: Wer zahlt was?

Die meisten Verkäufer entscheiden sich für das Modell der Doppeltätigkeit, erklärt der Immobilienverband Deutschland (IVD). Das bedeutet, dass der von ihnen beauftragte Makler auch für den Kaufinteressenten tätig wird. „Kommt es zum Abschluss des Kaufvertrages, zahlen Verkäufer und Käufer eine Provision in selber Höhe“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Christian Osthus.

„Es fühlt sich fairer an, wenn sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision teilen“, meint Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Aber durch die für den Käufer sinkenden Maklergebühren werden die Verkäufer höhere Kaufpreise aufrufen können, da der Käufer das ersparte Geld in die Immobilie stecken kann. „Für den Käufer zählt also unterm Strich eigentlich nur, ob die Gesamtsumme in sein Budget passt.“

Eigentümer überschätzen den Wert oft

Einen Verkauf auf eigene Faust ohne Makler abzuwickeln, ist oft gar nicht so einfach, sagt Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes in Berlin. „Es fällt Eigentümern schwer, einen realistischen Preis zu finden.

Oft überschätzen sie ihre Immobilie, die für sie einen hohen ideellen Wert hat, der dem Käufer aber nichts bringt. Ein Makler kann zwischen beiden Seiten vermitteln und zu einer vernünftigen Preisfindung beitragen.“

Makler nehmen Arbeit ab

Ein guter Makler nimmt dem Verkäufer auch ganz praktische Dinge ab. „Er beantwortet die Post von Interessenten nach Veröffentlichung von Inseraten“, sagt Julia Wagner. „Das können bei der derzeitigen Marktlage schnell mehrere hundert sein.“