Vier Tipps für die Schule

Wie Eltern Kindern den Notendruck nehmen können

Junge sitzt in der Schule und schreibt mit einem Bleistift.
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Kaum geht die Schule wieder los, verspüren viele Schüler Notendruck. Doch den kann man in den Griff bekommen.

Die Schule setzt besonders kleinen Schülern schnell mal zu. Besonders die Benotung übt einen großen Druck. Doch Eltern können etwas gegen den Notendruck unternehmen.

Wenn die Sommerferien vorbei sind, freuen sich die meisten Schülern schon wieder auf ihre Rückkehr auf die Schulbank - vor Ort oder zu Hause im Homeschooling. Doch der Notendruck kratzt schnell mal am Selbstbewusstsein. Wie können Eltern ihren Nachwuchs da am besten unterstützen?

Notendruck nehmen mit strukturierten Nachmittagen

„Erst mal können Eltern mit den Kinder gemeinsam schauen, wie sie aus den Nachmittagen der Kinder den Zeitdruck nehmen“, sagt Familiencoach Kira Liebmann. Bedeutet: Weniger Haushaltsarbeit und Gassigänge mit dem Hund einplanen. Oder auch Besuche bei Oma und Opa reduzieren.

Warum klare Strukturen hilfreich sind

Dann gelte es, so Liebmann, den Nachmittagen eine klare Struktur geben. So zum Beispiel: Nach der Schule gibt es Essen, von 16 bis 17.30 Uhr steht Lernen auf dem Plan, danach ist Zeit für Hobbys. „Kinder lieben Struktur“, weiß die zweifache Mutter und erklärt: „Durch das Sichtbarmachen der anderen Bereiche merken die Kinder, dass es nicht nur Schule gibt.“

Notendruck: Schulfächer priorisieren

Eine weitere Strategie für weniger Notendruck sei es, die Fächer zu priorisieren. „Welche Fächer sind wichtig? Für welche macht es Sinn zu ackern? Wo reicht auch mal eine 3?“, so der Vorschlag der Familiencoachin.

Die Prio-Liste sollte gemeinsam mit dem Kind ausgearbeitet werden. Für die „wichtigen“ Fächer sei es ratsam, täglich etwas zu tun. Am besten so: 25 Minuten lernen, fünf Minuten Pause. Das sei effektiver als Lern-Marathons.

Die eigene Einstellung überdenken

„Schließlich sollten Eltern ihre Einstellung überdenken. Ein Kind sollte sich nicht für eine 2 oder 3 rechtfertigen müssen“, sagt Liebmann. Aus Sicht der Expertin wären es für Eltern ratsam, nicht den Eindruck zu vermitteln: „Schule ist das Wichtigste!“ Besser sei das Motto: „Hauptsache, du kommst durch“. Denn Notendruck heiße nicht, man muss nur Einser schreiben, sondern Notendruck bedeute vor allem: „Viel lernen“.